Doktorarbeit: Zivilrechtliche Haftung bei Wettbetrug im Fußballsport

Zivilrechtliche Haftung bei Wettbetrug im Fußballsport

Sportrecht in Forschung und Praxis, Band 17

Hamburg 2014, 326 Seiten
ISBN 978-3-8300-8089-3 (Print/eBook)

DFB, DFL, Fußball, Haftung, Manipulation, Schadensersatz, Schiedsrichter, Sportökonomie, Sportrecht, Sportwette, Verband, Verein, Wettbetrug

Zum Inhalt

Der Autor untersucht die Haftung bei Wettbetrug im Fußballsport. Hintergrund sind die im deutschen und internationalen Fußballsport immer wieder aufgedeckten Manipulationen von Sportwetten. Am Sport beteiligte Spieler, Trainer oder Schiedsrichter verfälschen dabei zum Zweck des Wettbetrugs die Ergebnisse von Fußballspielen durch unzulässige Einflussnahme. Teilnehmer an Sportwetten versuchen zugleich, ihr Wissen über diese Manipulationen zu nutzen, um Wettgewinne zu erzielen. Der Autor erörtert die potentiellen Haftungsverhältnisse im Rahmen verschiedener Sachverhaltskonstellationen. Er untersucht im ersten Teil der Studie die Haftung aus vereins- und vertragsrechtlichen Rechtsverhältnissen. Dazu wird zunächst das dichte Netz dieser Rechtsverhältnisse dargestellt, in dem sich die Beteiligten bewegen. Die Untersuchung erfasst die unmittelbar am sportlichen Geschehen beteiligten Vereine, Verbände, Fußballspieler, Trainer und Schiedsrichter ebenso wie Wettanbieter, Wettteilnehmer, Zuschauer und Sponsoren. Im Hinblick auf den großen wirtschaftlichen Schaden, den eine Wettmanipulation verursachen kann, legt der Autor einen Schwerpunkt auf die Frage, inwieweit Vereine und Verbände sich das Verschulden von Spielern, Trainern oder Schiedsrichtern zurechnen lassen müssen und ob für sie die Möglichkeit eines satzungs- und vertragsrechtlichen Haftungsausschlusses besteht. Es folgt eine Analyse schadensrechtlicher Probleme. Der Autor untersucht insbesondere die Ursächlichkeit der jeweiligen Manipulationshandlung für die geltend gemachten Schäden. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Frage, ob der Beweis der Ursächlichkeit durch Beweiserleichterungen ermöglicht werden kann. Den zweiten Teil der Untersuchung widmet der Autor der deliktsrechtlichen Haftung der Beteiligten. Die Darstellung ist nach den einzelnen Deliktstatbeständen der §§ 823 ff. BGB gegliedert. Sie umfasst die Erörterung von Fragen zur Verletzung der „sonstigen Rechte“ Mitgliedschaft, Gewerbebetrieb und Persönlichkeitsrecht, zur Haftung wegen Verstoßes gegen Schutzgesetze und wegen sittenwidriger Schädigung sowie zur Haftung wegen Auswahl- und Überwachungsverschuldens.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben