Doktorarbeit: Shareholder Activism durch institutionelle Investoren

Shareholder Activism durch institutionelle Investoren

Ein organisationstheoretischer Beitrag zur Investor-Governance-Diskussion in Deutschland

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 414

Hamburg 2014, 342 Seiten
ISBN 978-3-8300-8029-9 (Print/eBook)

Aktionärsaktivismus, Corporate Governance, Finanzinvestoren, Hedgefonds, Institutionelle Investoren, Investmentfonds, Investoren, Investor Governance, Neoinstitutionalistische Organisationstheorie, Prinzipal-Agenten-Theorie, Shareholder Activism, Stimmrecht, Stimmrechtsausübung, Unternehmensführung

Zum Inhalt

Lange Zeit war die deutsche Aktiengesellschaft eine Insel der Seligen. Weitestgehend passive Investoren folgten den Vorschlägen der Unternehmensleitung, während die Aufsichtsorgane der betreffenden Gesellschaften ein ruhiges Leben hatten.

Seit einigen Jahren jedoch sorgt der zunehmende Einfluss von Finanzinvestoren auf börsennotierte Gesellschaften in Deutschland für Aufregung. Spätestens der Fall Deutsche Börse/London Stock Exchange (LSE) im Jahr 2005, bei dem eine Gruppe von institutionellen Anlegern um den Hedgefonds The Children’s Investment Fund (TCI) den Erwerb der LSE durch die Deutsche Börse AG verhindert hat, bot ausreichend Anschauungsmaterial, wie aktivistische (Minderheits-) Aktionäre eine Unternehmensstrategie sogar gegen den Willen des Managements beeinflussen können. Das seit dieser Zeit stark zunehmende Engagement von institutionellen Investoren auf dem deutschen Kapitalmarkt wird zusätzlich durch den Rückbau der sog. Deutschland AG und konstant niedrige Hauptversammlungspräsenzen unterstützt. Dabei sind es bislang vor allem angelsächsische Investoren, die ein sehr aktives Verständnis ihrer Rolle als Anteilseigner haben.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen nimmt der Autor eine systematische Analyse – d. h. Herausarbeitung, Diskussion und Bewertung – des Aktionärsaktivismus und seiner Determinanten durch institutionelle Investoren in Deutschland vor. Dabei wird der Stimmrechtsausübung als einem zentralen Element des Shareholder Activism besondere Beachtung geschenkt. Auf der Grundlage fundierter theoretischer und empirischer Erkenntnisse aus der rechtswissenschaftlichen und der betriebswirtschaftlichen Literatur sowie zusätzlich durchgeführter Expertengespräche werden verschiedene Alternativen des Aktionärsaktivismus, deren Determinanten und das tatsächliche Verhalten institutioneller Investoren untersucht. Die vorliegende Analyse wendet sich gleichermaßen an Investor-Governance-Interessierte aus Wissenschaft und Praxis, z.B. das Management und Investor-Relations-Verantwortliche in börsennotierten Aktiengesellschaften mit institutionellen Anteilseignern.



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