Doktorarbeit: Verfassungsrechtliche Parameter positiver Diskriminierung

Verfassungsrechtliche Parameter positiver Diskriminierung

Eine rechtsvergleichende Analyse der Equal Protection Clause der amerikanischen Bundesverfassung und des Gleichheitssatzes des Grundgesetzes anhand der Merkmale »Rasse« und »Geschlecht« unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung

Verfassungsrecht in Forschung und Praxis, Band 116

Hamburg 2014, 204 Seiten
ISBN 978-3-8300-7933-0 (Print/eBook)

Affirmative Action, Artikel 3 Grundgesetz, Diskriminierung, Diversity, Equal Protection Clause, Frauenquote, Gleichbehandlung, Minderheit, Positive Diskriminierung, Postitive Action, Rechtsvergleichung, Ungleichbehandlung

Zum Inhalt

Verbotene Diskriminierung, also die ungerechtfertigte Benachteiligung von Individuen oder Kollektiven, ist ein Phänomen, das so alt ist wie die Menschheit; entsprechend vielfältig sind die Ursachen und Theorien hierzu. Dagegen ist positive Diskriminierung, im englischen Sprachkreis unter dem Ausdruck ‘affirmative action‘ bekannt, der Versuch, durch fördernde Maßnahmen die Folgen von Diskriminierung zu mildern, zu kompensieren oder gar umzukehren. Dieser relativ junge rechtswissenschaftliche Themenkomplex ist bereits seit seiner Geburtsstunde Gegenstand unzähliger Dispute und einer weltweit geführten Debatte. Diese Studie analysiert im Wege der Rechtsvergleichung die Unterschiede zwischen ‘affirmative action‘ im amerikanischen Recht einerseits und ‘positiver Diskriminierung‘ im deutschen sowie europäischen Recht andererseits. Da die Rechtskreise durch äußerst unterschiedliche soziokulturelle und geschichtliche Hintergründe geprägt sind, setzt sich die Ausarbeitung bewusst allein mit den paradigmatischen Merkmalen des jeweiligen Rechtskreises auseinander, nämlich dem Merkmal ‘Geschlecht‘ in Deutschland bzw. Europa sowie dem Merkmal ‘Rasse‘ in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Rechtsprechung zu diesen prägenden Merkmalen beinhaltet letztlich allgemeingültige Parameter für alle Formen fördernder Maßnahmen und wird daher auch bei anderen Merkmalen herangezogen.



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