Dissertation: Unternehmensübergreifendes Innovationsmanagement

Unternehmensübergreifendes Innovationsmanagement

Eine ökonomische Betrachtung optimaler Vertragsgestaltung in der Supply Chain

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 409

Hamburg 2014, 214 Seiten
ISBN 978-3-8300-7932-3 (Print/eBook)

Contracting, Dual Sourcing, Innovationsmanagement, Outsourcing, Produktinnovation, Spieltheorie, Supply Chain, Vertragsgestaltung

Zum Inhalt

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Kontinuierliche Innovationen sind ein entscheidender Faktor zur Sicherstellung der Wettbewerbs- und Überlebensfähigkeit von Unternehmen. Da der Innovationsprozess in der Regel kein isolierter Vorgang eines einzelnen Unternehmens ist, umfasst das Innovationsmanagement eine Vielzahl von Interaktionen mit externen Parteien wie Lieferanten, Kunden und Wettbewerbern. Das unternehmensübergreifende Innovationsmanagement unterstützt Unternehmen beispielsweise bei Entscheidungen hinsichtlich des Outsourcings von Forschung und Entwicklung, der gemeinsamen Forschung und Entwicklung mit externen Parteien und der Lieferantenauswahl für innovative Produkte.

In dieser Abhandlung findet eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik des unternehmensübergreifenden Innovationsmanagements statt. Den Ausgangspunkt bildet eine Einführung in das Innovationsmanagement sowie die Diskussion des unternehmensübergreifenden Innovationsmanagements anhand eines fundierten Literaturüberblicks. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden zwei Modelle entwickelt, die jeweils eine spieltheoretische Abbildung der Beziehungen zwischen einem innovativen Unternehmen und dessen Lieferanten beinhalten. Es werden ausgewählte Fragestellungen des unternehmensübergreifenden Innovationsmanagements analysiert und die Auswirkungen der unternehmerischen Entscheidungen aufgezeigt. Dabei steht insbesondere die ökonomische Betrachtung der optimalen Vertragsgestaltung zwischen diesen Parteien im Fokus.

Das erste Modell spiegelt die Make-or-Buy-Entscheidung eines innovativen Unternehmens hinsichtlich der Herstellung einer Komponente einer Produktinnovation wider. Dabei werden sowohl die Hold-up-Problematik, der das Unternehmen aufgrund der hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ausgesetzt ist, als auch die Sicherstellung der Qualität beim Fremdbezug in die Analyse einbezogen.

Im zweiten Modell wird die vertragliche Anreizgestaltung eines Lieferanten, der mit der Entwicklung einer innovativen Komponente beauftragt wird, untersucht. Die späteren Produktionskosten der Komponente werden hierbei maßgeblich durch den Lieferanten während der Entwicklungsphase beeinflusst. Single und Dual Sourcing-Strategien werden analysiert.

Die Autorin verknüpft in dieser Abhandlung die Forschungsgebiete des Innovationsmanagements und des Supply Chain Contractings miteinander und leistet damit einen bedeutenden und innovativen Beitrag.



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