Dissertation: Betriebliche Mitbestimmung im Spannungsfeld von Liberalisierung und effektiver Interessenvertretung

Betriebliche Mitbestimmung im Spannungsfeld von Liberalisierung und effektiver Interessenvertretung

Aktivierungspotentiale und Grenzen einer Neugestaltung betrieblicher Mitbestimmung in Stadtwerken. Soziologische Fallstudien

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 135

Hamburg 2014, 390 Seiten
ISBN 978-3-8300-7926-2 (Print/eBook)

Betriebliche Mitbestimmung, Betriebsratsarbeit, Co-Management, Industrielle Beziehungen, Kommunale Energieversorgung, Liberalisierung der Energiewirtschaft, Mitbestimmungswandel, Soziologie, Stadtwerke, Verbetrieblichung

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Betriebliche Mitbestimmung rückt zunehmend in den Fokus industrieller Beziehungen. Oftmals ist von einer Verbetrieblichung der Interessensbeziehugen die Rede. Unternehmen in Deutschland sind heute eingebunden in Zwänge und Mechanismen einer globalisierten Wirtschaft. Das Management gibt diesen Druck an die Betriebsräte weiter. Diese stehen in einer viel stärkeren unternehmerischen Mitverantwortung als früher. Wie lernen Betriebsräte jedoch mit dieser neuen Verantwortung umzugehen? Rechtliche Vorgaben über Grenzen und Möglichkeiten betrieblicher Mitbestimmung macht das Betriebsverfassungsgesetz. Dennoch wird betriebliche Mitbestimmung in deutschen Unternehmen höchst unterschiedlich gelebt. Die vorliegende Studie macht es sich zum Ziel, die veränderten Anforderungen an Betriebsratsarbeit am Beispiel dreier kommunaler Energieversorgungsunternehmen (Stadtwerke) darzustellen. Die Liberalisierung der Energiewirtschaft bildet hierfür den Ausgangspunkt: Hinterfragt wird, welches Gewicht Akteurshandeln, insbesondere das Handeln kollektiver Akteure wie Betriebsräte, vor dem Hintergrund umfassender, mehrdimensionaler und damit nur bedingt steuerbarer struktureller Wandlungsprozesse tatsächlich hat und zukünftig haben kann. Im Mittelpunkt steht dabei die Erarbeitung eines proaktiven Modells betrieblicher Interessensvertretung, das Chancen der betrieblichen Mitbestimmung aufgreift, Probleme der zunehmenden Verbetrieblichung von Interessensbeziehungen thematisiert und zugleich Raum für die Identitätsbildung von Betriebsräten lässt.

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