Dissertation: Francisco de Osuna – Mystik und Rechtfertigung

Francisco de Osuna –
Mystik und Rechtfertigung

Ein Beitrag zur Erforschung der spanischen Theologie und Frömmigkeit in der ersten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts

Studien zur Kirchengeschichte, Band 23

Hamburg 2014, 532 Seiten
ISBN 978-3-8300-7910-1

16. Jahrhundert, Askese, Gnade, Kirchengeschichte, Kirchenkritik Spanische Mystiker des 16. Jhs., Meditation, Monastisches Ideal, Mystische Theologie, Rechtfertigung, Scholastische Theologie, Spanische Mystik, Sünde, Theologiegeschichte

Zum Inhalt

deutsch | español

Francisco de Osuna (ca. 1492–1541) gilt als Begründer der spanischen Mystik, der alle Mystiker des 16. Jhs., angefangen mit Theresa von Ávila, beeinflusst hat.

Die von Eduard Böhmer und Henry Charles Lea Anfang des 20. Jhs. vertretene These, dass Osuna und in seinem Gefolge andere spanische Mystiker des „Goldenen Jahrhunderts“ Lutheraner „in posse“ gewesen seien, ist in der Forschung nicht beachtet und erst in der vorliegenden Untersuchung der Theologie Osunas 1967 widerlegt worden.

Das seitdem auch in Deutschland stark gestiegene Interesse an der spanischen Mystik und das 2017 bevorstehende Reformationsjubiläum sind Grund genug, die seinerzeit nicht im Druck erschienene Hamburger Dissertation über die Mystik und speziell die sie begründende Theologie des andalusischen Zeitgenossen Luthers besser zugänglich zu machen. Der Untersuchung der vortridentinischen Theologie Osunas kommt auch deshalb besondere Bedeutung zu, weil Spanien als einer der Ausgangspunkte der Katholischen Reform des 16. Jhs. gilt. Der Verfasser hat den Text der Abhandlung neu durchgesehen, den Stand der Forschung aktualisiert und den Text durch ein Namensregister besser erschlossen.

Angefügt sind der Wiederabdruck von Text und Kommentar eines Katechismus Osunas, der zur selben Zeit wie Luthers Kleiner Katechismus entstanden ist, aber in der Forschung bisher kaum Beachtung gefunden hat.

Zum Autor

Hans-Jürgen Prien war bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2000 Ordinarius für Iberische und Lateinamerikanische Geschichte an der Universität zu Köln und vorher Professor für Kirchengeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Er hat sich durch seine Habilitationsschrift „Die Geschichte des Christentums in Lateinamerika“, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1978, 1302 S., die 1985 auch auf Spanisch erschienen ist („La Historia del Cristianismo en Amrica Latina“, Ediciones Sígueme, Salamanca, Editora Sinodal, São Leopoldo, 1236 S.) einen Namen gemacht. 2014 ist sein letztes Opus, „Christianity in Latin America“, BRILL, Leiden/Boston 2013, 670 S., von CHOICE als „Outstanding Academic Title“ ausgezeichnet worden.



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