Tagungsband: Infrastruktur und Distribution zwischen Antike und Mittelalter

Infrastruktur und Distribution zwischen Antike und Mittelalter

Tagungsbeiträge der Arbeitsgemeinschaft Spätantike und Frühmittelalter. 8. Stadt, Land, Fluss – Infrastruktur und Distributionssysteme in Spätantike und Frühmittelalter (Lübeck, 2.–3. September 2013)

Studien zu Spätantike und Frühmittelalter, Band 8

Hamburg 2015, 280 Seiten
ISBN 978-3-8300-7899-9

Archäologie, Distributionssysteme, Frühmittelalter, Geschichte, Handel, Herrschaftliche Infrastruktur, Klösterliche Infrastruktur, Produktion, Rohstoffgewinnung, Spätantike, Städtische Infrastruktur, Verkehrwesen

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Die Spätantike und das Frühmittelalter sind Zeiten des politischen, religiösen, soziokulturellen und ökonomischen Umbruchs. Deshalb stellen Fragen zur Transformation der klassischen Antike in eine frühmittelalterliche Lebenswelt die Archäologie und die Geschichtswissenschaften vor eine besondere Herausforderung. Der Themenkomplex „Infrastruktur und Distributionssysteme“ lässt Brüche, aber auch Kontinuitäten zwischen diesen beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen Epochen besonders gut herausarbeiten und ermöglicht Rückschlüsse auf Art und Umfang von Veränderungsprozessen und ihrem Niederschlag im materiellen Befund. Da entsprechende Umwälzungen oftmals unmittelbar Einfluss auf zentrale Bereiche des Alltagslebens nahmen, haben Mobilität, Waren- und Güteraustausch aber auch der Wandel von Siedlungsstrukturen, Produktionsweisen, Rohstoffgewinnung oder politischen Herrschaftssystemen archäologisch mehr oder minder gut fassbare Spuren hinterlassen.

Der achte Band aus der Reihe „Studien zu Spätantike und Frühmittelalter“ mit den Beiträgen der achten Sitzung der „AG Spätantike und Frühmittelalter“ vereint in elf Aufsätzen aktuelle Untersuchungen zu dieser Thematik mit unterschiedlichen inhaltlichen, chronologischen und regionalen Schwerpunkten aus Archäologie und Geschichtswissenschaft. Berührt werden Themenfelder wie städtische, klösterliche und herrschaftliche Infrastrukturen, das Verkehrs-, Reise- und Bauwesen genauso wie Rohstoffgewinnung und Produktion, der Gütertransport und unterschiedlich organisierte Distributionssysteme. Der räumliche und zeitliche Rahmen erstreckt sich von Skandinavien über das zentrale Mitteleuropa bis an die kroatische Adriaküste zwischen dem 1. und dem 9. nachchristlichen Jahrhundert. Der Band illustriert eindrücklich das breite Spektrum an Fragen, welche derzeit die moderne Archäologie und ihre Nachbarfächer teils alleine, teils in interdisziplinärer Zusammenarbeit beschäftigen, und mit welchen Herangehensweisen und Methoden Antworten gesucht, aber auch neue Fragestellungen generiert werden.



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