Dissertation: Netzwerke in der Freien Wohlfahrtspflege

Netzwerke in der Freien Wohlfahrtspflege

Umgang mit Veränderungen durch Vernetzung der Führungskräfte

Führung und Führungskräfte, Band 4

Hamburg 2014, 280 Seiten
ISBN 978-3-8300-7860-9

Delphi-Studie, Egozentrierte Netzwerkanalyse, Freie Wohlfahrtspflege, Führungskräfte der Sozialwirtschaft, informelles Lernen, Netzwerk, Pädagogik, Soziales Kapital, Soziale Unterstützung, Umgang mit Veränderung

Zum Inhalt

Soziale Einrichtungen sind permanent neuen Herausforderungen ausgesetzt. Aufgabe der Geschäftsführung oder des Vorstandes ist es, diese Veränderungen zu bewältigen, um die eigenen Einrichtungen überlebensfähig zu halten. Ein gerne gewähltes Konzept dazu ist es, sich mit anderen Personen zu vernetzen, um Informationen auszutauschen oder gemeinsam gegenüber dem Leistungsträger Interessen durchzusetzen.

Doch unter welchen Bedingungen kann Vernetzung zu den gewünschten neuen Erkenntnissen und zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit führen? Wie kann Vernetzung innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation gestaltet werden, um informelles Lernen zu ermöglichen? Welche Personen sind dabei von strategischem Nutzen?

Dieses Buch wendet sich an Führungskräfte der Sozialwirtschaft. Ausgangspunkt der Veröffentlichung sind die Veränderungen in der Sozialwirtschaft, die besonders auf die Freie Wohlfahrtspflege Auswirkungen haben. Diese Veränderungen werden genauer beschrieben und in ihrer Relevanz gewichtet. Ermöglicht wurde diese Gewichtung durch eine Delphi-Studie, bei der Führungskräfte der Freien Wohlfahrtspflege aufgefordert waren, zu aktuellen und zukünftigen Veränderungen und deren Bedeutung Stellung zu beziehen.

Aufbauend auf die Delphi-Studie wird anschließend dargelegt, welche Möglichkeiten Vernetzung bietet, mit diesen Veränderungen umzugehen. Anhand der empirischen Methode „Netzwerkanalyse“ wurden Führungskräfte befragt, mit welchen Partnern sie sich austauschen, beraten und vernetzen, um aktuelle Problemlagen der Sozialwirtschaft zu bewältigen.

Neu ist die Einbindung des Aspekts der sozialen Unterstützung bei Führungskräften. Die Ergebnisse der Netzwerkanalyse zeigen, dass Netzwerke von Führungskräften der Freien Wohlfahrtspflege in hohem Maße von solchen Unterstützungsattributen geprägt sind. Netzwerke bieten unter der Voraussetzung, dass Unterstützungsaspekte positiv beurteilt werden, die Gelegenheit, Informationen auszutauschen. Diese Informationen ermöglichen es, Veränderungen zu bewältigen bzw. aus Erfolgen oder Fehlern anderer zu lernen. Allerdings wird diese Möglichkeit bisher eher beiläufig, denn bewusst strategisch eingesetzt. Das Buch zeigt auf, welche Vernetzungsstrategien sinnvoll sind, um an nichtredundante Informationen zu gelangen und informelles Lernen zu fördern, damit mit dem neu gewonnenen Wissen aktuelle Herausforderungen der Sozialwirtschaft bewältigt werden können.

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