Dissertation: Das pactum quota litis im Normensystem der deutschen Anwaltshonorierung

Das pactum quota litis im Normensystem der deutschen Anwaltshonorierung

Schriften zum Berufsrecht, Band 2

Hamburg 2014, 190 Seiten
ISBN 978-3-8300-7784-8 (Print/eBook)

Rezension

[...] Während es bereits einige Studien zum "einfachen" Erfolgshonorar gibt, ist die Streitanteilsvereinbarung als sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach erfolgsabhängiges Vergütungsmodell erstmalig Gegenstand einer Monographie. [...]

Matthias Kilian, in:
Anwaltsblatt, AnwBl 6/2015

Anwaltliches Berufsrecht, Erfolgshonorar, Quersubventionierung, quota litis, Rechtswissenschaft, redemptio litis, Streitanteilsvergütung, Zivilrecht

Zum Inhalt

In der deutschen Rechtswirklichkeit des 21. Jahrhunderts regelt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG), berufsrechtlich ergänzt durch die Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), den anwaltlichen Gebührenanspruch, sei er nun gerichtlich oder außergerichtlich entstanden.

Zuletzt wurde der Streit um die Art, die Voraussetzungen und den Inhalt von Anwaltshonoraren durch eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) wieder in der Focus der Diskussion gerückt.

Im Rahmen dieser Studie wird auf die Entscheidung des BVerfG und die Neuregelung des RVG eingegangen werden, um einen dogmatisch nachvollziehbaren Ansatz zu entwickeln, wie die Angemessenheit von Honorarverträgen mit dem Inhalt einer Streitanteilsvergütung (pactum quota litis) im Streitfall bestimmt werden kann. Hiermit wird das Ziel verfolgt, Praktikern bei Übernahme eines Mandates Hilfestellung zu geben, um rechtlich nicht zu beanstandende Honorarverträge abschließen zu können. Ansonsten droht eine mehrfache Benachteiligung; einerseits besteht die Gefahr, aufgrund des Misserfolges keine Vergütung zu ver-

Abschließend stellt sich die Frage, ob mit der Änderung des RVG bis auf weiteres ein Endpunkt erreicht ist oder ob sich eine neue Bewegung formiert, die § anknüpfend an die Liberalisierungen in anderen Bereichen des Standesrechts § die gegenwärtige Regelung nur als Anfang vom Ende des Erfolgshonorarverbotes begreift. Ansätze in einer anstehenden, sicher rechtspolitisch geprägten, Auseinandersetzung könnte ein neu aufkommendes Modell der Prozessfinanzierung oder besser des Prozessmanagements bieten.



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