Dissertation: Multinationale Unternehmen und internationaler Handel

Multinationale Unternehmen und internationaler Handel

Welche Rolle spielen Humankapitalinvestitionen Multinationaler Unternehmen in Schwellenländern?

Wirtschaftspolitik in Forschung und Praxis, Band 70

Hamburg 2013, 244 Seiten
ISBN 978-3-8300-7550-9 (Print/eBook)

Direktinvestitionen, Handelstheorie, Humankapitalinvestitionen, Internationaler Handel, Multinationale Unternehmen, Schwellenländer, VWL, Wirtschaftspolitik

Zum Inhalt

Die Entwicklung der Direktinvestitionen zeigt in den letzten Jahren eine deutliche Dominanz von Multinationalen Unternehmen (MNU) in der Weltwirtschaft. Schwellenländer nehmen dabei eine große Bedeutung für die globale Wirtschaft ein, da MNU dort verstärkt ihre Geschäfte ausbauen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wieso Konzerne ihre Tätigkeiten ins Ausland verlagern und verstärkt multinational agieren – also zur Markterschließung und Erweiterung neuer Kunden nicht mehr nur auf Exporte und Importe zurückgreifen, sondern Prozesse internalisieren und innerhalb eines eigenen internationalen Netzwerks eine komplette Wertschöpfungskette mit eigenen Niederlassungen vor Ort realisieren.

Schwellenländer sind in Bezug auf ihre Humankapitalausstattung eine besondere Herausforderung für MNU, denn sie sind in der Regel mit reichlich geringqualifizierter Arbeit ausgestattet. Nach den traditionellen Außenhandelstheorien würden Investitionen im Ausland in den Bereichen mit reichlich vorhandenen Faktorausstattungen vorgenommen. Es würde demnach erwartet, dass Humankapitalinvestitionen eines MNU vorwiegend im Mutterkonzern getätigt werden, da in Konzernen aus Industrienationen hochqualifizierte Arbeit relativ reichlich vorhanden. Jedoch zeigen empirische Studien der letzten Jahre, dass MNU, die Direktinvestitionen in Schwellenländer tätigen, auch dort zur Humankapitalakkumulation beitragen. Wie verhalten MNU sich in Schwellenländern in Bezug auf Humankapitalinvestitionen? Tragen sie zu einer Förderung der Humankapitalakkumulation im Gastland bei?

MNU werden in diesem Buch als neue (Haupt-)Akteure der internationalen Wirtschaft in einem Gesamtzusammenhang dargestellt und aus der Perspektive mehrerer Theorien interpretiert. Die Erklärungsansätze der Internationalisierung von Unternehmen setzen sich zusammen aus den Theorien des internationalen Handels, der internationalen Kapitalbewegungen, der Industrieökonomik sowie der Theorie der Firma, die lange unabhängig voneinander betrachtet wurden. Mit diesem Buch werden die einzelnen Theorien in einen Zusammenhang gesetzt und somit ein Gesamtbild über die Entwicklung und Strategien der MNU erstellt. Die Integration der Humankapitaltheorie zur Erklärung von Humankapitalforderung von MNU in Schwellenländern rundet das Konzept ab.



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