Doktorarbeit: Die Überprüfbarkeit von Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters innerhalb der vereinsrechtlichen Gerichtsbarkeit nationaler und internationaler Fußballverbände

Die Überprüfbarkeit von Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters innerhalb der vereinsrechtlichen Gerichtsbarkeit nationaler und internationaler Fußballverbände

Sportrecht in Forschung und Praxis, Band 15

Hamburg 2014, 312 Seiten
ISBN 978-3-8300-7519-6

CAS, DFB-Sportgericht, FIFA, Fußball, Schiedsgerichtsbarkeit, Schiedsrichterentscheidungen, Sportgerichtsbarkeit, Sportrecht, Sportverbände, Tatsachenentscheidungen, Technische Hilfsmittel im Sport, UEFA, Verbandsrecht, Vereinsrecht, Zivilrecht

Zum Inhalt

Das Werk behandelt die aktuelle Problematik der Fehlentscheidungen von Fußballschiedsrichtern. Mit der fortschreitenden Kommerzialisierung des Fußballs ziehen falsche Schiedsrichterentscheidungen nicht nur sportliche Konsequenzen, sondern auch schwerwiegende wirtschaftliche Folgen nach sich. Demnach kann z.B. ein Verein durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters einen bestimmten Tabellenrang und damit die Qualifikation zu internationalen Wettbewerben verpassen. Hierdurch entgehen dem Verein Mindesteinnahmen in Millionenhöhe, die damit einhergehenden Einnahmen aus der Verwertung der TV-, Hörfunk- und Internetrechte und nach Wegfall der Aussicht auf eine erhöhte Medienpräsenz auch der Abschluss besonders lukrativer Sponsoringverträgen. Der Autor untersucht zunächst, in welchem Umfang Schiedsrichterentscheidungen durch nationale und internationale Sportgerichte bzw. Verbandsgerichte, Schiedsgerichte i.S.v. §§ 1025 ff. ZPO sowie ordentliche Gerichte überprüft werden können und welche Rechtsfolgen in der Sache dies nach sich zieht. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Darstellung der Abgrenzung der Tatsachenentscheidung zu Regelverstößen anhand von praktischen Fällen. Ferner wird darauf eingegangen, ob fehlerhafte Tatsachenentscheidungen der Schiedsrichter Schadensersatzansprüche für die benachteiligte Partei begründen kann. Dabei spielt die rechtliche Einordnung des Schiedsrichters zu den Sportverbänden eine entscheidende Rolle. Im weiteren Verlauf der Untersuchung wird auf die Zulässigkeit und Verwertbarkeit von technischen Beweismitteln näher eingegangen. In diesem Rahmen wird auch überprüft, ob eine allgemeine Rechtspflicht der Verbände gegenüber ihren Mitgliedern zur Einführung von technischen Hilfsmitteln besteht. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auswertung von anderen menschlichen und technischen Hilfsmitteln, die zur Lösung der bestehenden Problematik beitragen und letztlich Schiedsrichter im Prozess der Entscheidungsfindung unterstützen können. Abschließend werden noch die Ansichten von unterschiedlichen Interessengruppen – z.B. Zuschauer und Schiedsrichter – bezüglich der Frage der Einführung von technischen Hilfsmitteln berücksichtigt. Dabei soll zwischen den Befürwortern und den Gegnern von technischen Hilfsmitteln unterschieden werden.



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