Dissertation: Produktinformation und Rating in der Lebensversicherung vor dem Hintergrund des Leitbildes des mündigen Verbrauchers

Produktinformation und Rating in der Lebensversicherung vor dem Hintergrund des Leitbildes des mündigen Verbrauchers

Studienreihe wirtschaftsrechtliche Forschungsergebnisse, Band 179

Hamburg 2014, 318 Seiten
ISBN 978-3-8300-7474-8

AVB, Fitch, Key Features, Lebensversicherung, Policy Summary, Produktinformationsblatt, Rating, Ratingagenturen, Spezielle Betriebswirtschaftslehre, Standard and Poor´s, Transparenz, Verbraucher, Verbraucherinformation, Verbraucherschutz, Versicherungsrecht

Zum Inhalt

Die Entwicklung des Verbraucherschutzes in der deutschen Versicherungsbranche ist geprägt durch das Leitbild des mündigen Verbrauchers. So ist seit der VVG-Reform speziell für Verbraucher neben den allgemeinen und speziellen Informationspflichten zusätzlich ein Produktinformationsblatt vorgeschrieben. Der Verfasser stellt fest, dass das Produktinformationsblatt einen umfassenden Produktvergleich ermöglicht und damit zur Verbesserung der Transparenz im Versicherungsbereich und zu einer informierten Entscheidung des Verbrauchers sowie zur Stärkung des Wettbewerbs beiträgt.

Vor Einführung des Produktinformationsblatts in Deutschland findet man im englischen Recht eine Zusammenfassung und Bündelung von wichtigen Informationen für den Versicherungsnehmer im „key features document“ und der „policy summary“, welche vom Verfasser näher untersucht werden.

Der Verbraucher kann aber auch durch Ratings zu einer informierten und marktgerechten Entscheidung gelangen. In den letzten Jahren hat der Einfluss von Ratings in der Lebensversicherung auch aufgrund der demographischen Entwicklung und der daraus resultierenden Bedeutung von Altersvorsorgeprodukten sowie der finanziellen Stabilität von Versicherern deutlich zugenommen. Vor diesem Hintergrund werden vier zentrale Aspekte im Zusammenhang mit Ratings vom Verfasser dargestellt und abschließend die Implikationen von Unternehmens- und Produkt?ratings behandelt. So wird zunächst eine Einordnung von am Markt bestehenden Anbietern nach Ratingarten vorgenommen, um dann relevante Prüfkriterien von Marktanbietern für Unternehmens- und Produktratings zu vergleichen. Mit Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen werden zudem die EG-Verordnung über Ratingagenturen sowie die existierenden Haftungsregelungen in Deutschland behandelt. Die vier Themen geben einen umfassenden Einblick in die Systematik und Funktionsweise sowie das derzeit relevante Umfeld von Ratings. Die Behandlung der Auswirkungen zeigt darüber hinaus eine Einschätzung der Aussagekraft und Implikationen von Ratings hinsichtlich der Finanzkraft und Produktgestaltung auf.



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