Dissertation: Buchstart Hamburg

Buchstart Hamburg

Evaluation eines kulturpädagogischen Sprachfrühförderprogramms

Schriften zur Entwicklungspsychologie, Band 35

Hamburg 2013, 358 Seiten
ISBN 978-3-8300-7396-3 (Print/eBook)

Buchstart, Entwicklungspsychologie, Evaluation, Psychologie, Sprachentwicklung, Sprachfrühförderung, Vorlesefrühförderkompetenz, Vorlesen

Zum Inhalt

PISA, IGLU und diverse Studien des Bundes belegen, dass bei deutschen Kindern und Jugendlichen ein erhöhter Sprachförderbedarf besteht.

Aus diesem Grund rief die Hamburger Behörde für Kultur, Sport und Medien im Jahr 2007 das Sprachfrühförderprojekt „Buchstart“ ins Leben, das auf dem Prinzip „auf den Anfang kommt es an“ basiert: Im Rahmen von „Buchstart“ bekommen alle Hamburger Familien mit Kindern im ersten Lebensjahr bei der Vorsorgeuntersuchung U6 ein Buchpaket mit Kinderbüchern und Vorlese-Tipps für die Eltern geschenkt. Zusätzlich werden in fast allen Stadtteilen regelmäßig kostenlose Eltern-Kind-Gruppen angeboten, in denen durch Reime und Singspiele die Sprachentwicklung der Null- bis Dreijährigen unterstützt werden soll.

Doch wirkt eine solche flächendeckende Sprachfrühfördermaßnahme überhaupt – und wenn ja, wie gut?

Die vorliegende Evaluation des Projekts untersucht die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität des „Buchstart“-Programms. Es konnte gezeigt werden, dass die Voraussetzungen und die Umsetzung des Projekts hochwertig sind und insgesamt den quantitativen sowie qualitativen Anforderungen entsprechen, um den Erfolg eines solch großflächig angelegten Sprachfrühförderprojekts zu ermöglichen. Die Untersuchungsergebnisse weisen zudem positive Verhaltensänderungen der Eltern und einen signifikant stärkeren Sprachzuwachs der teilnehmenden Kinder im Vergleich zur Kontrollgruppe nach.

Die meisten Programme zur gezielten Sprachförderung beginnen in Deutschland frühestens im Kindergarten. Frühförderprojekte für unter dreijährige Kinder wurden im deutschsprachigen Raum bislang kaum wissenschaftlich ausgewertet – und wenn doch, dann häufig partiell und im Schwerpunkt qualitativ. Die Sprachförderkompetenzen der Eltern von Kindern diesen Alters sind so gut wie unerforscht. Die vorliegende Arbeit ist die erste so umfassende Evaluation eines groß angelegten Sprachfrühförderprojekts für Kinder unter drei Jahren, die auch die elterlichen Kompetenzen einbezieht.



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