Doktorarbeit: Grenzüberschreitende Mergers & Acquisitions und ihr Zusammenspiel mit Kultur

Grenzüberschreitende Mergers & Acquisitions und ihr Zusammenspiel mit Kultur

Eine empirische Untersuchung in Bulgarien, Rumänien und Deutschland

Strategisches Management, Band 152

Hamburg 2013, 660 Seiten
ISBN 978-3-8300-7261-4

Bulgarien, Change Management, Deutschland, Führungskultur, Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelles Management, Kulturwandel, Landeskultur, Mergers & Acquisitions, Rumänien, Strategisches Management, Unternehmenskultur

Zum Inhalt

Grenzüberschreitende Mergers und Acquisitions sind fester Bestandteil der Wirtschaft – sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis. Trotz der langen Tradition dieser Wachstumsstrategien ist die Misserfolgsquote weiterhin sehr hoch. Hierzu werden unterschiedliche Gründe betrachtet, wobei neben wirtschaftlichen Faktoren zunehmend auch mitarbeiterbezogene und kulturelle Aspekte berücksichtigt werden.

Allerdings gibt es kaum empirische Studien, welche sich detaillierter mit mitarbeiterbezogenen und kulturellen Aspekten beschäftigten. Folglich mangelt es an Untersuchungen, welche einerseits die Wahrnehmung von den an einem grenzüberschreitenden M&A-Prozess beteiligten Organisationsmitgliedern untersuchen und andererseits den Zusammenhang zwischen der Transaktion an sich und Kultur analysieren – wobei Kultur als komplexes Phänomen und Mehrebenengebilde verstanden wird.

Diese für Praxis und Forschung relevante Lücke schließt Dr. Gajda mit ihrer empirischen Erhebung. Darin zeigt sie, dass Organisationsmitglieder einen M&A kulturbedingt anders wahrnehmen und verdeutlicht dies an den divergierenden Wünschen zu Integrationsstrategien in Bulgarien bzw. Rumänien. Zudem kann sie zeigen, dass grenzüberschreitende M&A einen Einfluss auf Kultur haben und zu veränderten Unternehmens- und Führungskulturen führen.

Die Untersuchung von Anna Gajda leistet einen Beitrag zum Perspektivenwechsel und konkretisiert einen erfolgreichen Umgang mit grenzüberschreitenden M&A und ihrem Zusammenspiel mit Kultur.

Die Ergebnisse dieser Studie sind vor allem aus zwei Gründen von praktischer Relevanz: Einerseits können durch die Berücksichtigung der Perspektive von beteiligten Organisationsmitgliedern die präferierte Integrationsstrategie sowie mögliche Widerstandsreaktionen ermittelt werden. Andererseits zeigt die Studie, dass ein praxisorientierter und ganzheitlicher Umgang mit Kultur zielführend ist, da die einzelnen Kulturebenen unterschiedlich mit M&A in Zusammenhang und zudem in einem gegenseitigen Beeinflussungsverhältnis stehen. Ausgehend von den Ergebnissen sollte zukünftig ein stärkerer Fokus auf die Ausbildung und Förderung der Führungskultur gelegt werden, da diese entscheidend zu einem Unternehmenskulturwandel beiträgt und letztlich zu einem erfolgreichen grenzüberschreitenden M&A.



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