Doktorarbeit: Einfluss von Denkroutinen auf die Adoption von innovativen Servicegeschäftsmodellen am Beispiel des Total Cost of Ownership-Ansatzes

Einfluss von Denkroutinen auf die Adoption von innovativen Servicegeschäftsmodellen am Beispiel des Total Cost of Ownership-Ansatzes

Eine explorative Fallstudienanalyse in der Investitionsgüterbranche

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 369

Hamburg 2013, 262 Seiten
ISBN 978-3-8300-7223-2 (Print/eBook)

Adoptionsbarrieren, Adoptionshemmnisse, Adoptionsprobleme, Adoptionswiderstände, Investitionsgüterindustrie, Service-dominant logic, Servicegeschäftsmodelle, Total Cost of Ownership

Zum Inhalt

Inwiefern hängt die zögerliche Akzeptanz von TCO-Geschäftsmodellen mit der Verwendung einer servicezentrierten Denkroutine zusammen? Die Wissenschaft hat bislang zwar versucht Antworten zu dieser Forschungsfrage zu generieren, jedoch ausschließlich solche, die kaum in der Lage sind, der gesamten Tragweite des Problems gerecht zu werden.

Die Verfasserin stellt einen umfassenden Erklärungsansatz vor, mit dem weitaus besser als bislang der schleichende Adoptionsprozess neuer Geschäftsmodelle im industriellen Service erklärt werden kann. Dabei konzentriert sich die Autorin auf Total Cost of Ownership (TCO)-Modelle im Maschinenbau. Sie macht sich für ihre Untersuchung das von Vargo und Lusch 2004 entwickelte Konzept der Service-dominant Logic (SDL) zunutze und stellt es in einen weiter gefassten sozio-ökonomischen Kontext.

Das SDL-Konzept beschreibt den Übergang von einer güterorientierten Sichtweise zu einer am Grundsatz des Dienens ausgerichteten Denkroutine. Dieser nahezu paradigmatische Wandel geht mit einer veränderten Kooperationsform zwischen Anbieter- und Nachfrager einher. Das Anwendungsfeld dieser TCO-Lösungen ist ein gelungenes Beispiel für die zögerliche Aufnahme innovativer Service-Geschäftsmodelle, wie die Autorin nicht nur theoriebasiert-konzeptionell, sondern auch empirisch anhand mehrerer Fallstudien belegt.

In der Tat sind die Denkroutinen der Entscheidungsträger noch stark durch güterzentriertes Denken geprägt. So werden Kaufentscheidungen von Betrieben nicht selten auf Basis verfügbarer Jahresbudgets getroffen. Auch sind Belohnungen für Einsparungen in fernen Jahren nach dem Kauf in den Incentive-Systemen zumeist nicht einmal ansatzweise enthalten. Die Studie fördert insbesondere in den Fallstudien zahlreiche weitere Faktoren zutage und das weiterentwickelte Konzept besitzt eine beeindruckende Erklärungskraft.

Die Studie ist reich an guten Ideen und wird für Akademiker und Praktiker gleichermaßen eine interessante Lektüre darstellen.



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