Doktorarbeit: Rekonstruktion der Entwicklung der Grundschule und Grundschullehrerbildung in Mosambik

Rekonstruktion der Entwicklung der Grundschule und Grundschullehrerbildung in Mosambik

Koordinierung und Integration als Strategische Optionen einer nachhaltigen Optimierung der Grundschullehrerbildung

Schulentwicklung in Forschung und Praxis, Band 19

Hamburg 2013, 234 Seiten
ISBN 978-3-8300-7125-9

Aufgaben, Bildungstheorie, Deutschland, Erziehungswissenschaft, Grundbildung, Grundschule, Grundschulunterricht, Integration, Konzeption, Koordinierung, Lehrerbildung, Leitlinien, Mosambik, Qualität, Schulgeschichte, Südliches Afrika, Systemisches Modell, Vergleichende Analyse

Zum Inhalt

Die systemische Theorie hat sich seit Ludwig von Bertalanffy, der 1937 die Theorie erfunden hat, seit den fünfziger Jahren in vielfältigen Formen weiterentwickelt. Jedoch bleibt das Bildungssystem als Gesamtheit dabei am Rand, sei es für seine Orientierung an einen Gesamtüberblick der Gesellschaft, sei es für das Interesse an der Frage des Verhältnisses zwischen den sozialen Systemen. Außerdem richten sich die Theoretiker des Bildungssystems unter der Perspektive der systemischen Analyse an strukturellen und organisatorischen Fragen des Systems aus, wobei intern organisatorische (innerliche) Fragen nicht betrachtet werden und eine holistische Vision kaum erfassbar ist.

Für die Länder der Peripherie (Afrika, Lateinamerika, Asien und Teile Europas) fehlt die systemische Analyse in ihrer Aufsicht der innerlichen Fragen des Bildungssystems besonders. Die Erarbeitung einer interventiven Politik und die Optimierung der Bildung, d.h., eine Vision in die Zukunft, in ihren unterschiedlichen Schulwesen benötigt eine holistische Perspektive.

Die systemische Theorie wird für ihre ungenügende Beachtung der konkreten sozialen Probleme der Welt kritisiert. So sieht man eine Komplexität und Abstraktheit, die dem erkenntnistheoretischen Ziel dieser Theorien, die die Komplexität der Welt reduzieren wollen, um besser auf sie eingehen zu können und sie zu verstehen, widersprechen.

Aus der zentralen Frage der Grundbildung und Grundschullehrerbildung wird in diesem Werk ein alternatives systemisches und deshalb holistisches Modell zur Betrachtung von konkreten Bildungsfragen entwickelt. Gleichzeitig wird eine methodisch-philosophische Haltung zur Bildung geklärt und es werden Wege zur Optimierung der Ausbildung von Lehrern gezeigt und anhand von grundlegenden Konzepten wie Integration und Koordinierung diskutiert.

Ausgehend von der These, dass die Grundschule und Grundschullehrerbildung systemische Variablen sind, stützt sich das Buch unter Verwendung des systemischen Eingehens auf vier Bausäulen: Integration, Geschichte, Koordinierung und Leistung. Bei Integration geht es um die Analyse der Grundschule und Grundschullehrerbildung in Mosambik unter den regionalen und internationalen Tendenzen, wobei Deutschland und die Länder des südlichen Afrikas (SADC) einige wichtige Rolle spielen. Bei der Koordinierung werden die Wechselbeziehungen zwischen den beiden Untersystemen als Teil eines einheitlichen Systems analysiert. Die beiden Ebenen werden in ihrem historischen Zusammenhang wahrgenommen, da das Bildungssystem als dynamisch betrachtet wird. Unter Leistungskonzept werden schließlich Fragen der Qualität und des Redesigns der Grundbildung und Grundschullehrerbildung betrachtet.

Das Buch behandelt wissenschaftliche Bereiche wie Bildungstheorie und Didaktik, Bildungspolitik, Geschichte der Bildung, Grundschullehrerbildung, Grundschule, vergleichende Pädagogik. Der Beitrag richtet sich sowohl an den interessierten Laien der Sozialwissenschaften, an Philosophen und Pädagogen, an Studierende und Dozenten, Politiker und Erzieher und an alle, die sich für Bildungsfragen in Afrika bzw. Nichtregierungsorganisationen interessieren.



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