Forschungsarbeit: Gedächtnis – Geschichte – Literatur: Zum literarischen Umgang mit der Zeitgeschichte

Gedächtnis – Geschichte – Literatur:
Zum literarischen Umgang mit der Zeitgeschichte

Ein integratives Konzept für den DaF-Unterricht im Germanistikstudium in Polen

Studien zur Germanistik, Band 57

Hamburg 2015, 282 Seiten
ISBN 978-3-8300-7099-3 (Print & eBook)

Bernhard Schlink, DaF, Deutsch als Fremdsprache, Erinnerungskultur, Fächerverbindendes Lernen, Germanistikstudium, Geschichtsbewusstsein, Historisches Lernen, Kollektives Gedächtnis, Kulturbezogenes Lernen, Kulturelles Gedächtnis, Literarische Geschichtsvermittlung, Literaturwissenschaft, Nationalsozialismus, Textkompetenz, Uwe Timm, Zeitgeschichte, Zeitgeschichtliche Literatur

Zum Inhalt

Zeitgeschichte erfreut sich immer größerer Popularität. Die aktuelle Tendenz in öffentlichen Debatten zur Ritualisierung von Gedenkformen hinsichtlich des Nationalsozialismus und des Holocaust wirkt auch in die zeitgeschichtliche Literatur hinein, die damit ein wichtiger Bestandteil der Erinnerungskultur ist. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die entsprechende didaktische Umsetzung dieser Thematik in die Unterrichtspraxis DaF darzubieten und ein integratives Konzept zur Förderung des literarischen Umgangs mit historischen Fragen mit dem Fokus auf Textkompetenz vorzustellen. Mit diesem Konzept sollen Studierende der Germanistik dabei unterstützt werden, literarische Texte als Medien des Wissenserwerbs zu nutzen und sie zum Sprach- und Sachlernen heranzuziehen. Darüber hinaus leistet das Werk einen kritischen Überblick über die Herausbildung einer Erinnerungskultur im deutsch-polnischen Kontext, was einen entsprechenden Rahmen für die Rezeption von Erinnerungsliteratur stecken würde. Gleichzeitig wird hier – exemplarisch auch anhand der gewählten Textanalysen – die gesellschaftliche Funktion von zeitgeschichtlicher Literatur bezüglich ihrer Einschreibung ins kollektive Gedächtnis behandelt.

Zur Autorin

Barbara Widawska ist Historikerin und promovierte Germanistin. Sie ist am Lehrstuhl für Germanistik der Pommerschen Akademie in Słupsk (Polen) tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, deutsch-polnische Beziehungsgeschichte im 19. Jahrhundert sowie Literatur- und Landeskundedidaktik.



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