Sammelband: Anpassung, Unterordnung, Widerstand?! – Das Verhältnis zwischen Ur- und Neuadel im schwedischen Konglomeratstaat

Anpassung, Unterordnung, Widerstand?! –
Das Verhältnis zwischen Ur- und Neuadel im schwedischen Konglomeratstaat

Schriftenreihe der David-Mevius-Gesellschaft, Band 11

Hamburg 2017, 358 Seiten
ISBN 978-3-8300-7039-9 (Print/eBook)

Rezension

[...] hält [...] auch der elfte Band aus der Schriftenreihe der David-Mevius-Gesellschaft wieder eine breite Vielfalt neuer Informationen bereit, welche nicht nur eine Lektüre lohnen, sondern auch dazu geeignet sind, Grundlagen für aufbauende Studien zur Geschichte des Ostseeraumes im 17. und 18. Jahrhundert zu legen.

Katja Jensch, in:
Baltische Studien, 104 (2018) NF

Adel, David Mevius, Dreißigjähriger Krieg, Konglomeratstaat Schweden, Landesgeschichte Bremen, Pommern, Rechtsgeschichte, Schering Rosenhane, Schwedische Geschichte, Verden, Westfälischer Frieden, Wismarer Tribunal

Zum Inhalt

Im April 2012 traf sich die Mevius-Gesellschaft auf der Burg Hagen im Bremischen zu dem Thema „Anpassung, Unterordnung, Widerstand?! Das Verhältnis zwischen Ur- und Neuadel im schwedischen Konglomeratstaat“, um grundlegende Fragen der Einrichtung der schwedischen Macht in den neugewonnenen deutschen Territorien zu erörtern. In allen Provinzen trafen die von der schwedischen Krone großzügig belehnten Kriegsherren und Diplomaten Schwedens auf einen sehr standesbewußten Uradel, der seinen exponierten sozialen Status teilweise vor mehreren hundert Jahren erworben hatte und nicht gewillt war, seine alten Rechte mit den neuen schwedischen Herren zu teilen oder gar hinter diesen zurückzustehen. Diese hatten ihrerseits ihre neuen Privilegien durch erfolgreiche Teilnahme an dem großen europäischen Konflikt erworben, der Schweden zum Reichsstand in drei Reichskreisen machte, besaßen ganze Ämter in den neuerworbenen Territorien als Pfand oder Lehen und waren nicht gewillt, auf alte Rechte Rücksicht zu nehmen. Diese Konstellation bot umfangreichen Sprengstoff in Bremen, Verden, Pommern und der Herrschaft Wismar.

Im Jahre 2011 ging es in Wismar um die Verortung des Wismarer Tribunals in die europäischen Zusammenhänge der Rechtsprechung. Aus dieser Tagung resultieren die Beiträge von Stefan Andreas Stodolkowitz zu den Beziehungen zwischen dem Tribunal und dem OAG Celle und von Doroth?e Goetze zu den Verhandlungen um die Herrschaft Wismar auf dem Westfälischen Friedenskongreß. Ergänzt werden die Beiträge der Tagung um grundlegende Arbeiten von Heinz Mohnhaupt zum Umgang mit Schuldnern nach dem Dreißigjährigen Krieg und von Ernst Holthöfer zur Einordnung des Codex Mevianus in die rechtswissenschaftliche Diskussion.

Die Teilnehmer beider Tagungen haben ihre Beiträge auf den Forschungsstand des Jahres 2016 gebracht und hoffen, mit diesem Band neue Ansätze zur Diskussion des Verhältnisses zwischen Ur- und Neuadel sowie zur Einordnung der Leistung des Wismarer Tribunals beisteuern zu können.



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