Doktorarbeit: Grundsätze ordnungsmäßiger steuerlicher Gewinnermittlung

Grundsätze ordnungsmäßiger steuerlicher Gewinnermittlung

Konzeption eines steuerzweckadäquaten GoB-Pendants

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Forschung und Praxis, Band 83

Hamburg 2018, 520 Seiten
ISBN 978-3-8300-7007-8 (Print/eBook)

Bilanzrecht, Bilanzsteuerrecht, GoB-Pendant, Maßgeblichkeitsprinzip, Ordnungsgemäße Buchführung, Realisationsprinzip, Rechtswissenschaft, Steuerliche Gewinnermittlung, Steuerrecht

Zum Inhalt

Das deutsche Bilanzsteuerrecht steht seit geraumer Zeit dahingehend vor einer Trendwende, dass die historische Verknüpfung der steuerlichen Gewinnermittlung an die handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowohl durch handelsrechtliche Gesetzesänderungen zur Stärkung der dem Jahresabschluss innewohnenden Informationsfunktion als auch durch eine mit dem Ziel einer leistungsfähigkeitsadäquaten Besteuerung verfolgten steuerlichen Gesetzgebung fortlaufend entkoppelt wird. Eine dieser Entwicklung entsprechende Aufgabe des Maßgeblichkeitsprinzips kann somit als Chance gesehen werden, das Bilanzsteuerbilanzrecht entsprechend dem zugrundeliegenden Zweck auszugestalten. Ziel dieser Arbeit ist es somit, ein einer eigenständigen Steuerbilanzierung zugrundezulegendes Prinzipiensystem von Grundsätzen ordnungsmäßiger steuerlicher Gewinnermittlung zu ermitteln. Auf diese Weise wird eine unabdingbare Voraussetzung erfüllt, um die Ermittlung einer dem Rechtsstaatsprinzip entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlage zu gewährleisten.

Die Grundsätze ordnungsmäßiger steuerlichen Gewinnermittlung gewähren dabei, all diejenigen Tatbestände selbstständig und steuerzweckadäquat zu regeln, die derzeit mittels des Maßgeblichkeitsprinzips beurteilt werden. Mithin wird durch die Grundsätze ordnungsmäßiger steuerlicher Gewinnermittlung die Möglichkeit geschaffen, die Definition des Wirtschaftsguts-, Rückstellungs- und Verbindlichkeitsbegriffs allein anhand des steuerlichen Zwecks zu beurteilen. Gleiches gilt für den Zu- und Abgang von Wirtschaftsgütern, die Erst- und Folgebewertung sowie den Zeitpunkt der Aufwands- und Ertragsrealisation.



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