Doktorarbeit: Architektur und Bewegung

Architektur und Bewegung

Mensch-Architektur-Beziehungen im Wirkungsfeld architektonischer Systeme

EX ARCHITECTURA – Schriften zu Architektur, Städtebau und Baugeschichte, Band 11

Hamburg 2013, 264 Seiten
ISBN 978-3-8300-6945-4

Architektur, Architekturtheorie, Duale Struktur der Dinge, Graham Harman, Leiblichkeit und Engagement in der Welt, Objektorientierte Philosophie, Ontologie, Parametrisch generierte Architektur, Reagierende Architektur, Topographie und gebaute Landschaft, Zeugsein

Zum Inhalt

„Architektur und Bewegung“ – der Bewegungsbegriff steht hier nicht etwa als Metapher für architektonische Formensprachen. Er steht auch nicht für die dynamischen Vorgänge im digitalen Habitat im Zusammenhang mit architektonischen Entwurfsprozessen. Er nimmt hier vielmehr einen existentiellen Charakter an. Bewegung ist anschaulich in der menschlichen Aktivität, die sich in enger Beziehung zur (gebauten) Umwelt des Menschen vollzieht. Ausgehend vom Hinweis auf den Unterschied zwischen den Mitteln (Techniken, Instrumente und konzeptuelles Denken) und dem Ziel (die menschliche Existenz) der architektonischen Disziplin wird in der Untersuchung die Frage hinsichtlich der Effekte distinkter architektonischer Systeme gestellt. Um diese Frage behandeln zu können, wird das Verhältnis zwischen aktiven Individuen und architektonischen Strukturen näher beleuchtet.

Die Entwicklung und stetige Rekonzeptualisierung der Architektur konfrontiert uns mit der Situation, dass der fortgeschrittene Gang der Moderne in ein Allerlei architektonischer Ausdrucksformen kulminierte. Dabei bedient sich die architektonische Produktion im Hintergrund einer Reihe von Strategien, Instrumenten, Technologien und konzeptuellen Zugängen. Diese haben teilweise eine eigene Tradition im architektonischen Entwerfen gebildet. Mit ihnen konstituiert sich auch eine wesentliche Verständnisebene Architektur gegenüber und für ihre Theoretisierung. Doch die Frage, was Architekturen zu leisten vermögen, verlangt nach einer differenzierten Ebene der Betrachtung. Beim Verlassen des Bereichs von architekturimmanenten und entwurfstechnischen Prozessen begegnen wir Architektur oder dem konzipierten Objekt als deren konkretes Ergebnis. Indessen ist Architektur augenscheinlich niemals ausschließlich Bildentität und Zeichenwirkung. Architektur ist als spezifische räumliche Entität effektiv. Sie ist so verantwortlich für das Hervorbringen einer Welt. Sie bietet eine Reihe von Möglichkeiten und Widerständen. In dieser ihrer Verantwortlichkeit wird Architektur hier zur Diskussion gestellt. Untersucht wird das Wirken architektonischer Systeme und ihrer Elemente innerhalb von drei unterschiedlichen Paradigmen: 1) architektonische Topographie und gebaute Landschaft; 2) parametrisch generierte Architektur; 3) reagierende und strukturell veränderbare Architektur.

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