Doktorarbeit: „In-Game Advertising“ – Grenzen der Werbemaßnahmen in Computerspielen unter dem Gesichtspunkt des lauterkeitsrechtlichen Verbraucherschutzes

„In-Game Advertising“ – Grenzen der Werbemaßnahmen in Computerspielen unter dem Gesichtspunkt des lauterkeitsrechtlichen Verbraucherschutzes

Studien zum Gewerblichen Rechtsschutz und zum Urheberrecht, Band 106

Hamburg 2013, 234 Seiten
ISBN 978-3-8300-6943-0 (Print/eBook)

Belästigung, Computerspiele, Gewerblicher Rechtsschutz, In-Game Advertising, Lauterkeitsrecht, Medien, Rechtswissenschaft, Schleichwerbung, Trennungsgebot, Verbraucherschutz, Werberecht, Werbung, Wettbewerbsrecht

Zum Inhalt

Der Autor untersucht Werbemaßnahmen in Computerspielen als sog. In-Game Advertising, das je nach Erscheinungsform die natürliche Abwehrhaltung des Verbrauchers gegenüber Werbung umgehen oder eine von ihm als Störung empfundene Beeinflussung beinhalten kann. Im Vordergrund steht dabei die Frage, welche Rahmenbedingungen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) für die Einbindung von Werbebotschaften in Computerspielen vorsieht, um den Verbraucher vor einer Beeinträchtigung in seiner Funktion als Marktteilnehmer zu schützen. Muss auf die Werbung im Vorfeld hingewiesen werden? Gelten strengere Vorgaben für Computerspiele mit redaktionellen Inhalten oder bei Spielen für Kinder? Zur Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen werden die maßgeblichen lauterkeitsrechtlichen Tatbestände analysiert, die spezielle Anforderungen an die Gestaltung des In-Game Advertisings stellen.

In den einleitenden Kapiteln wird zunächst der Begriff des In-Game Advertisings bestimmt und der Verbraucher als Schutzsubjekt des Lauterkeitsrechts dargestellt. Darüber hinaus werden die Voraussetzungen für das Vorliegen einer geschäftlichen Handlung in Fällen des In-Game Advertisings aufgezeigt. Es folgt eine Untersuchung der unter allen Umständen zur Unlauterkeit führenden „per se-Verbote“. In diesem Zusammenhang ist unter anderem das Gebot der Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung bedeutsam. Anschließend werden die „insbesondere-Verbote“ betrachtet, die dem Rechtsanwender bei der Feststellung der Unlauterkeit einen Wertungsspielraum einräumen. Darunter fallen zum Beispiel der Schutz der Verbraucher vor der Verschleierung des Werbecharakters einer geschäftlichen Handlung sowie das medienrechtliche Verbot direkter Kaufappelle an Kinder. Außerdem wird erörtert, ob das In-Game Advertising zu einer unzumutbaren Belästigung führen kann. In einem abschließenden Abschnitt werden die Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst und bewertet.



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