Sammelband: Totentanz-Studien

Totentanz-Studien

Schriften zur Kunstgeschichte, Band 37

Hamburg 2013, 360 Seiten
ISBN 978-3-8300-6885-3

Bayrische Totentänze, Berliner Totentanz, Christofs Grunder Totentanz, Dürer-Rezeption, Holbein-Rezeption, Kunstgeschichte, Ludwig Iselin, Lübecker Totentanz, Mediävistik, Oberdeutscher Vierzeiliger Totentanz, Prager Totentanz-Handschriften, Romanistik, Sciascia, Totenkopf-Stillleben, Totentanz-Philologie

Zum Inhalt

Die zwölf in diesem Band versammelten Studien gelten Totentänzen und anderen makabren Kunstwerken aus den 1430er Jahren bis 1988. Den Anfang machen illuminierte lateinische Versdialoge. Von dort spannt sich der Bogen über barocke Wandbildzyklen und biedermeierliche Knochenmannidyllen bis hin zu einer italienischen Kriminalerzählung, in der Dürers Meisterstich Ritter, Tod und Teufel ein Lebensende prägt. Die hand- oder inschriftlich überlieferten makabren Dichtungen werden, soweit möglich, in kritisch erstellten Fassungen vorgelegt und auf ihre Quellen hin untersucht. Aufgrund der Identifizierung von Textquellen ist es mitunter möglich, Lücken in nur fragmentarisch erhaltenen Werken zu schließen und stilgeschichtliche Datierungsversuche für undatiert überlieferte Werke zu korrigieren oder zu präzisieren. So bietet der Band Neuausgaben und Übersetzungen des lateinischen Prager Totentanzes und der lateinischen Urfassung des Oberdeutschen vierzeiligen Totentanzes, dazu Editionen der Totentanz-Inschriften aus dem schweizerischen Wil (Kanton St. Gallen) und den niederbayrischen Orten Viechtach und Haselbach sowie einer Abschrift des Großbasler Totentanzes in der Fassung von 1568. Vollständig auf Farbtafeln abgebildet sind die Prager Totentanz-Miniaturen, die Totentänze von Christofsgrund (Nordböhmen), Schambach und Gündlkofen (beide Niederbayern) und Wasserburg am Inn sowie die Schädelbild-Reihe aus dem Beinhaus von St. Peter in Straubing. Von zwei der berühmten spätmittelalterlichen Totentänze – aus Lübeck und Berlin – werden Details ihrer bisher akzeptierten Textgestalt in Frage gestellt: Tritt in Lübeck wirklich der Wucherer auf? Und richtet sich die Einleitungspredigt in Berlin tatsächlich an die Reihe der Sterbenden?



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