Forschungsarbeit: Neoliberaler Irrationalismus

Neoliberaler Irrationalismus

Aufsätze und Vorträge zur Kritik der ökonomischen Rationalität II

KRITIK UND REFLEXION – Interdisziplinäre Beiträge zur kritischen Gesellschaftstheorie, Band 13

Hamburg 2012, 640 Seiten
ISBN 978-3-8300-6845-7 (Print/eBook)

Eurokrise, Europäische Integration, Europäische Union, Finanzkrise, Geschichte, Geschichtsphilosophie, Gesellschaftstheorie, Ideologiekritik, Irrationalismus, Kritik der Politischen Ökonomie, Kritische Theorie der Gesellschaft, Marxismus, Max Horkheimer, Neoliberalismus, Ökonomie, Ordoliberalismus, Rationalismus, Staatsinterventionismus, Theodor W. Adorno, Weltökonomie, Weltwirtschaft, Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftstheorie

Zum Inhalt

Die Kritik der ökonomischen Rationalität setzt die, auf die Kritik der Politischen Ökonomie von K. Marx sowie auf die kritische Theorie der Gesellschaft von M. Horkheimer und Th. W. Adorno zurückgehende, Tradition einer ökonomiekritisch begründeten und geschichtsphilosophisch reflektierten Gesellschaftstheorie fort.

Dieser Band bietet Vorstudien, Ergänzungen und Variationen zu den bislang erschienenen vier Bänden der Kritik. Im Mittelpunkt steht die Aufklärung des neoliberalen gesellschaftlichen Irrationalismus: seiner Genese und Struktur auf der Ebene der Weltökonomie und der europäischen Union. Die Kritik der neoliberalen Politik-Ökonomie erfolgt vermittelt durch eine Ideologiekritik der neoliberalen Theorie.

Der erste, kürzere Text reflektiert über Probleme einer Kritik der Politischen Ökonomie nach der Epoche des klassischen, auf Vernunft gegründeten Liberalismus. Die folgende umfangreiche Abhandlung vereinigt mehrere Vorträge; sie gilt der geschichtsphilosophischen Aufklärung der Genese der irrational-rationalen bürgerlichen Ökonomie: Der staatsinterventionistischen und der neoliberalen kapitalistischen Weltökonomie. Der Vortrag zur europäischen Integration konzentriert sich auf die seit 2006/07 andauernde gegenwärtige Weltwirtschafts- und Weltfinanzkrise: die Krise des neoliberalen Kapitalismus. Die wiederum umfangreiche Aufsatzfolge über „Neoliberale Glaubensbekenntnisse“ behandelt zentrale Texte von Hauptvertretern des Neo- und des Ordo-Liberalismus: zur Diskussion steht der neoliberale Logos, insbesondere die paradox verdrängende neoliberale Kritik des Nationalsozialismus. Der letzte, kurze Text zur virtuellen Welt gilt der neoliberalen Zerstörung der Utopie. Im Anhang ist ein Interview abgedruckt, das die Gelegenheit gab, Form und Inhalt der Kritik der ökonomischen Rationalität kurz und prägnant zu erläutern.

Zum Autor

Gerhard Stapelfeldt lehrte bis 2009 als Professor am Institut für Soziologie der Universität Hamburg.



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