Doktorarbeit: Zukunftsfähige Regionalentwicklung: Handlungsfähigkeit durch Capacity Building

Zukunftsfähige Regionalentwicklung: Handlungsfähigkeit durch Capacity Building

Ein wissenschaftliches Begleitforschungsprojekt am Beispiel der Neuen Regionalpolitik der Schweiz

Studien zur Stadt- und Verkehrsplanung, Band 14

Hamburg 2013, 270 Seiten
ISBN 978-3-8300-6821-1

Capacity Building, Geographie, Handlungsfähigkeit, Instrumentelle Regeln, Kooperationsprozesse, lernende Regionen, Lernprozesse, Nachhaltigkeit, Region, Regionalentwicklung, Soziales Lernen, Wissen, Zukunftsfähigkeit

Zum Inhalt

Dieses Werk ist vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionslage um eine nachhaltige Regionalentwicklung entstanden. Der Fokus richtet sich auf den Aspekt der Handlungsfähigkeit von Akteuren und Institutionen als zentrales Kriterium einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung. Dabei folgt die Studie der folgenden Prämisse: Soll Nachhaltigkeit zu einer zentralen handlungsleitenden Norm für eine zukunftsfähige Regionalentwicklung werden, ist ihre Institutionalisierung als Rahmen für strategische Entscheidungen der Akteure unabdingbar. Der Blick zielt direkt auf die regionalen Akteure und deren Handlungsräume.

Da die Studie an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis entstanden ist, geht das Werk über eine bloße theoretisch-analytische Durchdringung der Thematik hinaus und leistet überdies durch die Operationalisierung von Handlungsfähigkeit einen praxisbezogenen Beitrag. Die Studie ist das Ergebnis einer eingebetteten Forschungsarbeit im Rahmen der Neuen Regionalpolitik der Schweiz und sieht die direkte Informierung der Praxis vor. Mit dieser transdisziplinären Anlage schließt das Werk die Lücke zwischen herkömmlichen Beiträgen, die entweder rein theoretische bzw. normative Ansätze oder primär pragmatisch orientierte Vorgehen verfolgen.

In den Kapiteln 2 und 3 werden die für die Untersuchung benötigten theoretisch-konzeptuellen Grundlagen zu Region, Regionalentwicklung, Nachhaltigkeit und Handlungsfähigkeit sowie zu lernenden Regionen bereitgestellt. Anschließend wird in Kapitel 4 die zielgebende Leitidee der Nachhaltigkeit systematisch in die Idee lernender Regionen unter besonderer Berücksichtigung von Lern- und Kooperationsprozessen integriert sowie Handlungsfähigkeit als zentrales Kriterium einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung über ein Set von instrumentellen Regeln operationalisiert. Rekurrierend auf die Literatur werden vier Bereiche derartiger instrumenteller Regeln identifiziert, nämlich bezüglich Veränderungsfähigkeit, Stärkung der Wissensbasis, Etablierung von Selbstorganisationsfähigkeit sowie die Ermöglichung der Bildung von Netzwerken und Partnerschaften. Als Umsetzungsstrategie werden schließlich allgemein das soziale Lernen und spezifisch das Instrument des Capacity Building zur Befähigung und zur Initiierung von Lern- und Kooperationsprozessen angeführt. Mit dem Kapitel 5 werden dann der Fall der schweizerischen Neuen Regionalpolitik vorgestellt sowie die methodischen Bausteine beschrieben und begründet.

Die Ergebnisse werden dargestellt und diskutiert, wobei vor allem die Leistungsfähigkeit und praktische Relevanz des normativ aufgeladenen Schemas der instrumentellen Regeln als Analyse- und Bewertungskategorie im Mittelpunkt steht. Die Konklusion und die Beschreibung von Forschungslimiten und -desideraten beschließt das Werk.



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