Dissertation: Multimediales Lernen mit Lösungsbeispielen im Rechnungswesen

Multimediales Lernen mit Lösungsbeispielen im Rechnungswesen

Schriften zur pädagogischen Psychologie, Band 58

Hamburg 2012, 210 Seiten
ISBN 978-3-8300-6720-7 (Print/eBook)

Buchführung, Cognitive-Load-Messung, Cognitive Theory of Multimedia Learning, E-Learning, Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik, Kognitionspsychologie, Lösungsbeispiele, Modalitätseffekt, Multimediales Lernen, Prompting, Rechnungswesen, Selbsterklärungen

Zum Inhalt

Im Rahmen dieser Untersuchung wurde ein E-Learning-Programm für den Anfangsunterricht Rechnungswesen konzipiert und empirisch überprüft. Der Schwerpunkt lag auf dem Vergleich verschiedener instruktionaler Varianten (Modalität, Anregung zu Selbsterklärungsaktivitäten) multimedialen Lernens und deren Auswirkungen auf den Lernerfolg sowie auf kognitive Verarbeitungsprozesse. Als theoretischer Kontext dient die „Cognitive Theory of Multimedia Learning“ (Mayer, 2001, 2009), die wiederum dem Bereich der „Cognitive-Load“-Forschung zuzuordnen ist.

Die Autorin greift mit der Thematik „Anfangsunterricht Rechnungswesen“ einen für die „Cognitive-Load“-Forschung neuen inhaltlichen Bereich auf. Es wird davon ausgegangen, dass auch hier multimediales Lernen stattfindet: Lernende setzen sich mit grafischen Abbildungen in Form von T-Konten-Darstellungen oder anderen tabellenähnlichen Strukturen in Kombination mit sprachlichen Erläuterungen auseinander.

Es wurde ein auf Lösungsbeispielen basierendes E-Learning-Programm entwickelt, das insbesondere Lernende im Anfangsstadium des Wissenserwerbs, die dazu neigen, konkrete Informationen abstrakten Beispielen vorzuziehen, unterstützen soll. Genauer wurde der Frage nachgegangen, ob sich der so genannte Modalitätseffekt, d. h. eine Überlegenheit auditiver gegenüber visueller Darbietung sprachlicher Informationen beim multimedialen Lernen, replizieren lässt. Weiterhin wurde untersucht inwieweit der Einsatz von Prompting, d. h. der Anregung zu Selbsterklärungsaktivitäten, eine oberflächliche kognitive Verarbeitung der präsentierten Lösungsbeispiele beim Lernen verhindert.

Im ersten Teil wird der theoretische Hintergrund umfassend erläutert. Neben Ausführungen zur „Cognitive Theory of Multimedia Learning“ und zur „Cognitive-Load“-Forschung werden auch methodologische Fragen näher betrachtet. Darüber hinaus kommt die fachdidaktische Diskussion im Rechnungswesen nicht zu kurz. Die Fragestellung sowie die eigentliche Durchführung der empirischen Untersuchung bestimmen den zweiten Teil der Studie. Insbesondere werden die eingesetzten Instrumente zur Erfassung des Lernerfolgs, der kognitiven Belastung sowie kognitiver Elaborationen umfassend beschrieben. Die abschließenden Kapitel enthalten die Darstellung der Ergebnisse sowie deren Diskussion unter Einbeziehung des theoretischen Kontextes.



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