Forschungsarbeit: Die Führungsphilosophie der Bundeswehr (Innere Führung) – Eine Idee zur Menschenführung auch für andere Organisationen?...!

Die Führungsphilosophie der Bundeswehr (Innere Führung) –
Eine Idee zur Menschenführung auch für andere Organisationen?...!

Was ist Innere Führung? Wie wirkt Innere Führung? Wo hilft Innere Führung?

Führung und Führungskräfte, Band 1

Hamburg 2012, 290 Seiten
ISBN 978-3-8300-6683-5 (Print & eBook)

Rezension

[...] Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Gedanken Baudissins zur Menschenführung zeitlos sind. Viele seiner Konzepte und Ideen, auf denen die Führungsphilosophie der Inneren Führung basiert, können auch heute und für andere Organisationen nützliche Anregungenen geben und Hilfestellungen leisten.

if - Zeitschrift für Innere Führung, 04/2012

Auftragstaktik, Baudissin, Bundeswehr, Führen mit Auftrag, Führungskonzepte, Innere Führung, Lagebeurteilung, Menschenführung, Mitarbeiterführung, Personalwirtschaft, Soldat für den Frieden, Staatsbürger in Uniform, Übertragbarkeit, Veränderung, Wirtschaftswissenschaft

Zum Inhalt

Die Anforderungen an Führungskräfte wachsen unaufhörlich, bedingt durch Globalisierung, Beschleunigung der Informationstechnik, technologische Veränderungen, Verkürzung von Produktlebenszyklen, ungleicher Verteilung des Wohlstands, Verknappung von Zeit, Geld und Ressourcen.

Alle Organisationen, deren Führungskräfte und Mitarbeiter stehen täglich vor neuen Herausforderungen und müssen ständig mit Veränderungen umgehen. Eine aktive Gestaltung ist aber ohne den Menschen mit seinem Wissen gar nicht möglich, denn den Menschen und Mitarbeiter braucht man, um sich flexibel auf neue Rahmenbedingungen einzustellen. Erschwerend kommt hinzu, dass das qualifiziertes Personal, zumindest in der westlichen Welt, zum Engpassfaktor werden wird, bedingt durch den demographischen Wandel. Menschenführung wird damit zum zentralen Erfolgsfaktor. Führungskräfte müssen somit ihre Art und Weise der Mitarbeiterführung regelmäßig reflektieren und weiterentwickeln. Dafür hält allein die Literatur eine unüberschaubare Anzahl von Lösungsansätzen bereit. Wie aber eine Führungskraft diese enorme Stilflexibilität umsetzen oder „ihren“ Stil finden soll, darüber schweigen sich die Bücher zumeist aus und geben wenig konkrete Hinweise. Dieses Buch soll daher kein weiterer theoretischer Beitrag zur Führungsdiskussion sein. Daher wird ein ganz anderer Weg beschritten: In Deutschland gibt es eine Institution – die Bundeswehr – die seit ihrer Gründung versucht, eine Brücke zwischen ihren Mitarbeitern (Soldaten), Organisation und Gesellschaft mit ihrer Führungsphilosophie zu bauen. Aus dieser Idee soll eine „im Einsatz“ erprobte, chaosresistente und über 50 Jahre genutzte Menschen?führungsphilosophie näher beleuchtet werden: die „Innere Führung“ der Bundeswehr.

Durch die Innere Führung scheint es der Bundeswehr nämlich trotz fortschreitender Technisierung, Globalisierung und enormen Veränderungsdruck möglich zu sein, mit dem Geschehen Schritt zu halten und gleichzeitig Menschen effizient, selbst unter widrigsten Bedingungen, zu führen. Dabei berücksichtigt die Innere Führung jederzeit das Individuum und gibt der Führungskraft ein klares Menschenbild an die Hand. Sie unterstützt den Führungsprozess durch eine strukturierte Herangehensweise, einen klaren Entscheidungsablauf und durch das Führungsprinzip des Führens mit Auftrag die Einbindung und Aktivierung der Mitarbeiter.

Was also ist das Erfolgsgeheimnis der Inneren Führung? Um dieser Frage nachzugehen wird sowohl die Innere Führung detailliert dargestellt, als auch eine Einordnung in innerhalb theoretischer, wie praktischer Menschenführungskonzepte vorgenommen. Auf diesem Wege werden die wesentlichen Elemente der Inneren Führung erarbeitet und überprüft, ob das Konzept übertragbar wäre und wo möglichen Anknüpfungspunkte liegen würden.

Man könnte sich jetzt Fragen: Warum man sich mit der Führungsphilosophie der Bundeswehr auseinandersetzen sollte? Die Antwort ist ganz einfach: Wenn man als Führungskraft mit den Herausforderungen unserer Zeit umgehen will, muss man bereit sein, über den „eigenen Tellerrand“ hinaus zu schauen. Das Verharren im Bekannten und Vertrauten ist nur allzu gut verständlich, aber dem notwendigen Wandel hinderlich. Daher muss jeder, der sich mit dem Thema auseinandersetzt, offen sein für neue Konzepte, die vielleicht aus ganz anderen Bereichen stammen: Lernen kann man immer und überall! Der Mensch darf nicht nur Wortbestandteil der Menschenführung sein, er muss ihr Zentrum bilden, da man nur mit ihm die aktuellen Herausforderungen von Organisationen lösen können wird. Jeder Einzelne, egal ob Mitarbeiter oder Führungskraft, ist hier gefragt. Menschenführung darf nicht nur Reaktion sein – viel mehr muss sie aktiv mit, von und für den Menschen gestaltet werden! Dies ist die klare und unumstößliche Grundforderung der Inneren Führung. Von der Darstellung dieser Idee handelt dieses Buch.

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