Doktorarbeit: Das Oberappellationsgericht zu Lübeck und seine Rechtsprechung zum Aktienrecht

Das Oberappellationsgericht zu Lübeck und seine Rechtsprechung zum Aktienrecht

Eine Auswertung der Rechtsprechung unter Berücksichtigung der aktienrechtlichen Literatur des 19. Jahrhunderts

Rechtsgeschichtliche Studien, Band 54

Hamburg 2012, 324 Seiten
ISBN 978-3-8300-6681-1 (Print/eBook)

Rezension

[...] ist die vorliegende Arbeit für die weitere wirtschaftsrechtshistorische Forschung verdienstvoll.
[...] bietet die vorliegende Auswertung der aktienrechtlichen Rechtsprechung des Oberappellationsgerichts einen Ausgangspunkt, um sich mit solchen Narrativen auseinanderzusetzen.

Matthias Maetschke, in:
Zeitschrift der Savigny Stiftung für Rechtsgeschichte, ZRG GA 131 (2014)

19. Jahrhundert, Aktienrecht, Geschichte des Aktienrechts, Oberappellationsgericht Lübeck, Rechtsgeschichte, Rechtswissenschaft, Wirtschaftsrecht

Zum Inhalt

Das Oberappellationsgericht der vier freien Städte Deutschlands zu Lübeck (1820 – 1879) gilt als das bedeutendste deutsche Gericht des 19. Jahrhunderts im Bereich des Handels- und Gesellschaftsrechts. Sein Einfluss auf die Entwicklung dieser Gebiete wird häufig hervorgehoben. In dieser Abhandlung wird die Rechtsprechung des Oberappellationsgerichts zum Aktienrecht untersucht. Es wird das Ziel verfolgt, die gesamte Rechtsprechung zum Aktienrecht nach Themengebieten geordnet darzustellen und unter Heranziehung der aktienrechtlichen Literatur des 19. Jahrhunderts in den Kontext einzuordnen. Ergebnis der Arbeit ist eine Dokumentation der Rechtsprechung des Oberappellationsgerichts zum Aktienrecht sowie der Arbeits- und Argumentationsweise des Gerichts in diesem Teilgebiet. Durch die Einbeziehung der zeitgenössischen Literatur wird darüber hinaus auch ein Einblick in einige der zentralen aktienrechtlichen Fragestellungen des 19. Jahrhunderts gegeben.

Sämtliche Entscheidungen des Oberappellationsgerichts zum Aktienrecht werden nach Themengebieten geordnet dargestellt. Die Entscheidungen betreffen die im 19. Jahrhundert unklare Einordnung der Aktiengesellschaft als juristische Person (I.), die Gründung der Aktiengesellschaft (II.), ihre Haftung (III.) sowie die Haftung der Aktionäre und die Handelndenhaftung (IV.), die innere Verfassung der Aktiengesellschaft (V.), die Kapitalherabsetzung und Liquidation (VI.), die Aktien und den Aktienhandel (VII.) sowie aktienrechtliche Fragestellungen im Bereich des allgemeinen Gesellschaftsrechts und des Zivilprozessrechts (VIII.). Ferner enthält die Arbeit einen kurzen Überblick über die Geschichte des Oberappellationsgerichts und der Aktiengesellschaft.



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