Dissertation: Sicherheitsverfahren für Girokonten beim Massenverkehr im Internet-Banking

Sicherheitsverfahren für Girokonten beim Massenverkehr im Internet-Banking

Sicherheit vs. Bedienerfreundlichkeit, ein Widerspruch?

INTERNET – Praxis und Zukunftsanwendungen des Internets, Band 11

Hamburg 2012, 268 Seiten
ISBN 978-3-8300-6660-6 (Print/eBook)

Chipkartenleser, Cybercrime, Cybersicherheit, E-Payment, Hacker, Internet, Internet-Banking, Mobile-Banking, Online-Banking, Phishing, PIN, TAN, TAN-Generator, Transaktionssignierung

Zum Inhalt

Das Internet ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Bereits heute sind 80% der Bundesbürger online. Einkäufe im Internet, seien es Bücher, Videos, Schuhe oder Reisen sind bereits alltägliche Realität. In knapp 20 Jahren wurde aus dem komplizierten und teuren Btx-Banking das heutige Internet-Banking. Jeder zweite tätigt heute seine Bankgeschäfte übers Internet.

Internet-Banking ist einfach, schnell und mobil. Menschen können von überall auf der Welt auf ihr Konto zugreifen und Bankgeschäfte tätigen.

Dies wiederum schafft den Anreiz für Cyberkriminelle. Cybercrime ist inzwischen ein Milliarden Geschäft. Organisierte Banden aus Asien und Osteuropa greifen durch immer neuere technisch verfeinerte Methoden das Internet-Banking mit Erfolg an.

Hacker greifen nicht mehr nur durch traditionelle Phishing E-Mails die Internet-Konten an, sondern bedienen sich technisch anspruchsvoller Verfahren wie MITM, MITB, Drive-by-Infection, Social Engineering und anderen vom Kunden nicht zu ahnenden technisch hoch ausgereiften Möglichkeiten.

Der Antivirenhersteller G Data geht im Jahr 2012 von 2,5 Mio. unterschiedlichen Malwaretypen aus.

Der durchschnittliche Internet-Bankkunde ist gegenüber diesen Gefahren nicht nur hilflos, sondern auch machtlos, was die Cybercriminellen wissen und ausnutzen. Hier sind Banken und der Staat gefordert Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Bankkunden schützen, damit das Internet-Banking zu keinem finanziellen Desaster für die Bankkunden wird.

Das Buch geht daher der Frage nach, ob die Banken ihren Kunden die sichersten Methoden für das Internet-Banking und vor allem für den Login und die Transaktionssignierung anbieten. Oder ob die Banken aus bestimmten Gründen, wie z.B. Kostengründen, Gründen der Mobilität oder der Benutzerfreundlichkeit ihren Kunden unsichere Methoden anbieten. Aufgrund dieser Gründe stellt sich die Frage, ob diese Gründe durch andere Methoden auch bedient werden können, ohne dabei auf Sicherheit zu verzichten, oder aber wie die ideale Lösung aussehen müsste, damit Bankkunden optimal gegen Cybercrime geschützt werden können, ohne dabei auf Komfort und Bedienerfreundlichkeit verzichten zu müssen. Dies immer unter dem Aspekt der Finanzierbarkeit.

Die optimale Betreuung des Kunden auch in der Online-Welt ist für die Banken wichtiger denn je. Denn das Internet bietet neuen Wettbewerbern eine Plattform, um mit den Banken zu konkurrieren. Nichtbanken wie Google, Deutsche Telekom, oder E-Payment Anbieter wie PayPal drängen in den Bankenmarkt und buhlen um die gleichen Kunden wie die Banken. Daher ist es für die Banken wichtiger denn je ihr wichtigstes Kundenbindungsmittel, das Zahlungsverkehrskonto, nicht zu verlieren. Dies können sie mit einem sicheren, einfachen und mobilen Internet-Banking Angebot erreichen.



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