Doktorarbeit: Corporate Social Responsibility

Corporate Social Responsibility

Eine Stakeholder orientierte Analyse unter besonderer Betrachtung der Neuen Institutionenökonomik und der Signaling Theorie

Nachhaltigkeits-Management – Studien zur nachhaltigen Unternehmensführung, Band 6

Hamburg 2012, 334 Seiten
ISBN 978-3-8300-6625-5 (Print/eBook)

BWL, Corporate Social Responsibility, CSR, Management, Neue Institutionenökonomie, Principal Agent Ansatz, Property Rights Ansatz, Signaling Theoire, Signalling-Theorie, Stakeholder, Transaktionskosten Ansatz

Zum Inhalt

Geleitwort

„Die noch herrschende Ausrichtung der Unternehmenspolitik an den Interessen der Eigenkapitalgeber ist zunehmend in die Kritik geraten. Unternehmensskandale wie Enron und WorldCom sowie die Kritik an den Managern vieler Banken im Rahmen der Finanzkrise sind ein Beleg dafür, dass eine problematische Unternehmenspolitik nicht nur nachteilig für die betroffenen Unternehmen ist, sondern auch zu Lasten aller Stakeholder und somit auch der Allgemeinheit geht.

Im Zuge dessen hat eine vertiefte Diskussion über unternehmerische gesellschaftliche Verantwortung eingesetzt, welche auch konkrete Maßnahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) fordert. Vor dem Hintergrund von Skandalen wie um die Bohrinsel Brent Spar wird zudem deutlich, dass eine Nichtbeachtung der gesellschaftlichen Verantwortung zu einem Image- bzw. Reputationsverlust führen kann, der mit starken ökonomischen Einbußen einhergeht. Eine Unternehmenspolitik im Sinne der CSR kann somit für die Reputation eines Unternehmens so bedeutend sein, dass letztlich Maßnahmen der CSR der langfristigen Gewinnerzielung im Sinne der Shareholder dienen können.

Vor diesem komplexen Hintergrund setzt der Verfasser an. Die Zielsetzung besteht insbesondere in der wissenschaftlich-theoretischen Fundierung der CSR unter Betrachtung der Grenzen der Neoklassik. Unter neoklassischen Maßstäben sind nämlich ethische und CSR-orientierte Fragestellungen, wie schon Adam Smith verdeutlicht hat, aufgrund des Marktmechanismus obsolet. Das Theoriegebäude der Neuen Institutionenökonomik und der Signaling-Theorie bieten insofern ein Instrumentarium an, das unter Berücksichtigung von Informations-asymmetrien, Transaktionskosten sowie Verfügungsrechten die Fundierung von CSR unter realitätsnäheren Bedingungen zu untersuchen erlaubt.

Der Autor erörtert detailliert die grundlegenden Sichtweisen des CSR und deren Entwicklung im Lichte dieser Theorien und arbeitet ihre Implikationen sorgfältig heraus. Vor diesem Hintergrund wird die praktische Gestaltung von Maßnahmen der CSR insbesondere im Hinblick auf die drei bedeutenden Anspruchsgruppen Kunden, Mitarbeiter und Kapitalmarktteilnehmer ausführlich und eigenständig diskutiert. Neben einer Vielzahl von theoretischen Einsichten werden damit auch praktische Ansatzunkte für eine erfolgreiche Gestaltung der CSR herausgearbeitet.“

Univ.-Prof. Dr. Louis Velthuis



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