Dissertation: Die Kontrollgruppenproblematik in der empirisch-basierten Psychotherapie

Die Kontrollgruppenproblematik in der empirisch-basierten Psychotherapie

Schriften zur medizinischen Psychologie, Band 32

Hamburg 2012, 514 Seiten
ISBN 978-3-8300-6618-7

Rezension

[...] Die Arbeit ist als vertiefende Literatur für Klinische Psychologen/innen (v.a. angehende Psychotherapeut/innen) zu empfehlen. Darüber hinaus scheint sie, vordergründig aufgrund ihrer kritisch-sensiblen Betrachtung der aktuellen Forschungspraxis, auch für Psychologiestudent/innen im Master (v.a. im Schwerpunkt Klinische Psychologie) lesenswert. Abschließend scheint es sinnvoll, der Forderung des Autors nach einem höheren Stellenwert für Placebogruppen und aktiven Kontrollgruppen gegenüber reinen Beobachtungs- und Wartekontrollgruppen in der Forschung zu folgen.

Johannes Heekerens, in:
socialnet Rezensionen, 11.01.2013

Affektive Störung, Angststörung, Effektstärken, Empirisch-basiert, Evidenz-basiert, Klinische Psychologie, Kontrollgruppen, Medikamentenforschung, Placebo, Psychotherapie, Randomisierte kontrollierte Studien

Zum Inhalt

Unterschiede in den Kontrollgruppenarten werden in vielen gängigen Metaanalysen weder erörtert noch ergebnisrelevant interpretiert. In Klassifikationssystemen und Kriterienkatalogen zur Erstellung von Metaanalysen über medizinische oder psychologische Behandlungsergebnisse wird das Kriterium Behandlungserfolg ausschließlich auf die spezifische Wirkung der Behandlungsgruppen und nicht auf die der Kontrollgruppen zurückgeführt.

Die Untersuchung beschäftigt sich mit dem Einfluss der Kontrollgruppenarten (Beobachtungsgruppen, Wartegruppen, Plazebogruppen und aktive Kontrollgruppen) auf die Effektmaße. Im Mittelpunkt der metaanalytischen Datenauswertung stehen randomisiert- kontrollierte Psychotherapiestudien an Patienten mit affektiven Störungen und Angststörungen.



Sie wollen Ihre Dissertation veröffentlichen?

nach oben