Doktorarbeit: Die politische Ökonomie der Erdölmärkte

Die politische Ökonomie der Erdölmärkte

Eine Analyse des Einflusses von politischen Ereignissen

POLITICA – Schriftenreihe zur politischen Wissenschaft, Band 90

Hamburg 2012, 288 Seiten
ISBN 978-3-8300-6445-9

Aktienkurse, Energie, Erdöl, Ereignisanalyse, George W. Bush, Internationale Beziehungen, Internationale Politik, Irak, Politische Ereignisse, Spotpreise, US-Wahlen, Venezuela, Zeitreihenanalyse

Zum Inhalt

Erdöl ist der wichtigste Treibstoff für die Weltwirtschaft. Aber welche Faktoren treiben den Erdölpreis?
Gerade Konflikte werden häufig als verantwortliche Preistreiber für Erdöl genannt. Jedoch ist ein möglicher Zusammenhang bislang unzureichend untersucht worden. Gleichzeitig wurde die Wirkung veränderter Sieg?chancen von US-Präsidentschaftskandidaten auf die Aktienkurse von Erdölunternehmen bislang nicht einer umfassenderen Analyse unterzogen. Diese Forschungslücken und wichtige Fragen der Energiewirtschaft werden von Sascha Patrick Meßmer mit den Methoden der Ökonometrie geschlossen.

Im ersten Teil seiner Abhandlung wird die Wirkung konfliktiver und kooperativer Ereignisse auf die Veränderung der Spotmarktpreise von Arab Light, Bonny Light sowie Tia Juana Light geprüft. Fallstudien zu den Ländern Indien, Irak, Israel und Venezuela ermöglichen einen genaueren Zugang zu der Frage, unter welchen Bedingungen politische Ereignisse wirken.

Im zweiten Teil werden die Wahlereignisse für die US-Präsidentschaftswahlen von 1992, 1996, 2000 und 2004 nach ihrer Wirkung auf den AMEX sowie auf den Aktienkurs von Exxon Mobil untersucht. Reagieren die Aktienkurse von Erdölunternehmen auf steigende Siegchancen ihnen nahestehender Kandidaten mit steigenden Renditen?
Die durchgeführten Zeitreihen- sowie Ereignisanalysen zeigen, dass der Ort eines Ereignisses für seine Wirkung ebenso eine Rolle spielt, wie seine Dauer, die Rezeption des Ereignisses sowie eine mögliche Antizipation durch die Händler.

Für die US-Präsidentschaftswahlen zeichnen die oben genannten Analyse?arten ein nicht so eindeutiges Bild: offenbar profitieren die Aktienkurse der Erdölunternehmen nicht immer von steigenden Siegchancen eines republikanischen Kandidaten.

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