Dissertation: Paartherapie-Prozessforschung

Paartherapie-Prozessforschung

Entwicklung und Anwendung einer innovativen Forschungsstrategie

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 163

Hamburg 2012, 254 Seiten
ISBN 978-3-8300-6438-1 (Print/eBook)

Allgemeine Wirkfaktoren, Einzelfallstudien, Generische Pinzipien, Nicht-linear, Paartherapie, Prozessforschung, Psychologie, Psychopathologie, Psychotherapieforschung, Recurrence Plots, Synergetik, Systemisch, tägliche Messungen, Veränderungsprozesse

Zum Inhalt

Paarbeziehungen repräsentieren die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Im Zeitalter von hohen und weiterhin steigenden Scheidungsraten ist Paartherapie daher von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Dass Paartherapie wirksam ist, konnte durch die Ergebnisforschung gezeigt werden. Um die Wirksamkeit von Paartherapien weiter zu verbessern, wird Wissen darüber benötigt, auf welche Weise Therapeuten Veränderungsprozesse von Klienten am besten fördern können. Voraussetzung hierfür ist eine genaue Kenntnis der Charakteristika von Veränderungsprozessen der Klienten während des Therapieverlaufs. Ausgangspunkt hierfür ist ein Verständnis von Veränderung als „Prozess“ im Unterschied zu Veränderung als „Prä-/Post-Differenz“ bzw. „Ergebnis“. Der Zeitraum zwischen Beginn und Ende der Therapie bleibt jedoch in der bisherigen Paartherapieforschung weitestgehend unberücksichtigt.

Ziel Buches ist es, sowohl theoretische als auch erste empirische Grundlagen für eine prozessorientierte, praxisrelevante Paartherapieforschung zu schaffen. Dies geschieht auf theoretischer Ebene durch das Einführen einer auf differenzierten Einzelfallstudien basierenden innovativen Forschungsstrategie, die nicht-lineare Veränderungsprozesse postuliert. Diese kommt in den empirischen Teilen des Buches am Beispiel eines Paares erstmalig zur Anwendung. Dabei liegt im ersten empirischen Teil der Fokus auf der zeitlichen Gestalt der Veränderungsprozesse der Klienten, die erstmalig durch tägliche Messungen während des gesamten Therapieverlaufs abgebildet werden. Im zweiten empirischen Teil steht im Zentrum, auf welche Weise der Therapeut mit seinen Interventionen Bedingungen für den Veränderungsprozess der Klienten herstellt.

Die Ergebnisse bestätigen die Nützlichkeit synergetischer Annahmen zur Beschreibung und Erklärung paartherapeutischer Prozesse und öffnen damit das Feld für eine praxisorientierte Paartherapieprozessforschung.



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