Doktorarbeit: Pressefreiheit in regionalen Menschenrechtssystemen

Pressefreiheit in regionalen Menschenrechtssystemen

Rechtsvergleichende Analyse des Schutzes der Pressefreiheit im Menschenrechtssystem des Europarates und im interamerikanischen Menschenrechtssystem unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses der Pressefreiheit zum Schutz des guten Rufes und der Privatsphäre

Schriften zum Medienrecht, Band 32

Hamburg 2012, 400 Seiten
ISBN 978-3-8300-6367-4

Rezension

[...] dass die Verfasserin [...] einen sehr schönen und umfassenden Überblick über die beiden Menschenrechtssysteme gibt.
[...] eine handwerklich saubere Erläuterung der beiden Systeme. Diese Aufgabe hat sie sehr gut bewältigt, was schon allein wegen der Sprache der amerikanischen Konvention und der dazu häufig in Spanisch verfassten Literatur und Rechtsprechung Herausforderung genug war.

Kay-Uwe Martens, in:
UFITA - Archiv für Urheber-, Film- und Medienrecht, 2014/I

actual malice, Amerikanische Menschenrechtskonvention, Artikel 10 EMRK, Artikel 13 AMRK, Caroline von Hannover, Europäische Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Internationaler Gerichtshof für Menschenrechte, margin of appreciation, Medienrecht, Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Pressefreiheit, public figure, Völkerrecht

Zum Inhalt

Weltweit haben sich seit dem Ende des zweiten Weltkrieges mehrere regionale Systeme zum Schutz von Menschenrechten entwickelt. Der Schutz der Pressefreiheit ist im System des Europarates und im interamerikanischen System dabei wesentlich stärker ausgeprägt als in den anderen regionalen Menschenrechtssystemen. Diesen Systemen ist gemeinsam, dass ihre jeweiligen Konventionen unmittelbar innerstaatliche Wirkung entfalten und Menschenrechtsgerichtshöfe verbindliche Entscheidungen treffen können. Die damit verbundene Einflussmöglichkeit auf nationale Rechtssysteme wurde durch zahlreiche Gerichtsentscheidungen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In Europa sorgte besonders das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zur Berichterstattung aus dem Privatleben von Caroline von Hannover für Aufsehen. Im interamerikanischen Raum waren es das Gutachten des Interamerikanischen Gerichtshofes für Menschenrechte zur Zwangsmitgliedschaft von Journalisten in einer Journalistenv?ereinigung und das Urteil „Herrera Ulloa v. Costa Rica“, die Maßstäbe für den Schutz der Pressefreiheit setzten.

In der rechtsvergleichenden Untersuchung wird der Schutz der Pressefreiheit im Menschenrechtssystem des Europarates und im interamerikanischen Menschenrechtssystem analysiert und gegenüber gestellt. Die Verfasserin untersucht hierzu die jeweilige Kasuistik der Rechtsschutzorgane, insbesondere in Bezug auf Schutzzweck, Einschränkungsmöglichkeiten, Abwägungselemente, Einschätzungsspielräume und Beweislastfragen. Im Zentrum der Analyse und des Vergleichs steht dabei das jeweilige Verhältnis zwischen dem Schutz der Pressefreiheit einerseits und dem Schutz des guten Rufes und der Privatsphäre andererseits.



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