Doktorarbeit: Bildung im Alter

Bildung im Alter

Überlegungen zur Allgemeinbildung im demografischen Wandel

Studien zur Erwachsenenbildung, Band 34

Hamburg 2012, 248 Seiten
ISBN 978-3-8300-6163-2

Allgemeinbildung, Alternsprozess, Altersbild, Andragogik, Bildungsbegriff, Demografischer Wandel, Dritte Lebensphase, Erwachsenenalter, Erwachsenenbildung, Florian Illies, Generation Golf, Geragogik, Machtergreifung, Seniorengeneration, Wertorientierung

Zum Inhalt

Der Ruf nach mehr Bildung hat in der Bundesrepublik Deutschland Konjunktur. Im ersten Themenbereich des Buches wird die Entstehung des Bildungsbegriffes deshalb umfassend als historisches Problem thematisiert, denn zum Verständnis eines Phänomens gehört auch immer das Bewusstsein von dessen Entstehung. Fernerhin wird die Auffassung vertreten, dass ein zeitgemäßes Bildungskonzept die grundlegenden Dimensionen der Bildungsidee aufgreifen und weiterführen muss und dazu der Terminus Allgemeinbildung durchaus geeignet erscheint, diese Konnotation zum Ausdruck zu bringen. Der zweite Themenbereich diskutiert die Erwachsenenbildung in der alternden Wissens- und Leistungsgesellschaft. Der steigende Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung und der Gewinn an aktiven Lebensjahren führen dazu, dass heute vermehrt das ‘produktive Alter’ und die ‘Potentiale’ des Alters hervorgehoben werden. Aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und soziokultureller Perspektive rücken Leistungsfähigkeit und Kompetenzen dieser Altersgruppe als ‘neue’ Ressource in den Vordergrund. Die Auffassungen und Forderungen der Altersforschung zur Umgestaltung des Erwachsenenlebens hinsichtlich Bildung, Familie und Beruf unterstützen und bekräftigen die Intention der Untersuchung die die Integration von allgemeinbildenden Wissensdimensionen im mittleren Erwachsenenalter als ‘Aussteuer für das Alter’ postuliert. Der dritte Themenbereich untersucht am Beispiel des autobiografischen Bestsellers „Generation Golf“ von Florian Illies richtungweisende Aspekte für die Zukunft der Allgemeinbildung im 21. Jahrhundert. Dieser Diskurs stützt sich fachlich auf den Nachweis des Soziologen Markus Klein, dass es die ‘Generation Golf‘ im Sinne einer klar abgegrenzten Geburtskohorte tatsächlich gibt und methodologisch auf eine Expertise der Sozialpolitologen und Wirtschaftsgeografen D.Lewis/D.Rodgers/M.Woolcock, dass literarisches Wissen dem Wissen der Wissenschaft gegenüber durchaus gleichwertig ist.



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