Handbuchs: Führen als organisationale Funktion und personale Haltung

Führen als organisationale Funktion und personale Haltung

Mit Kommentaren und Beiträgen von Bernd Dewe, Herbert Euschen und Peter Fuchs

Rezension

Dieses Buch ergänzt die umfangreiche Literatur zu Führung, Management und Leadership im Kontext von Organisationen um weitere Zentimeter. Es erhebt aber - nicht ohne eine Portion Provokation - den Anspruch auf relevante Zentimeter. Die Autoren eröffnen mit einer sozialwissenschaftlich-rekonstruktiven Perspektive den bisweilen pädagogisch instrumentalisierten Diskurs auf das Phänomen Führung und betreten Niemandsland.

PFLEGEN, Heft 1+2/2012

Diskurstheorie, Führungsforschung, Führungstheorien, Leadership, Management, Neo-Institutionalismus, Organisation-/ Betriebspädagogik, Professionelle Handeln, Professionstheorien, Systemtheorie, Wandlungsprozesse in Organisationen

Zum Inhalt

Dieses Buch ergänzt die umfangreiche Literatur zu Führung, Management und Leadership im Kontext von Organisationen um weitere Zentimeter. Es erhebt aber – nicht ohne eine Portion Provokation – den Anspruch auf relevante Zentimeter. Die Autoren eröffnen mit einer sozialwissenschaftlich-rekonstruktiven Perspektive den bisweilen pädagogisch instrumentalisierten Diskurs auf das Phänomen Führung und betreten Niemandsland.

Im Zentrum steht eine sozial- und erziehungswissenschaftlich gedeutete Rekonstruktion. Systemtheoretische Überlegungen, neoinstitutionalistische, poststrukturalistische, diskurstheoretische sowie professionstheoretische Zugänge schaffen die Freiräume, in denen die Autoren ihre Perspektive auf Führung entfalten. Es geht um die Beobachtung als zentraler Fokus. Die Beobachtung von herrschenden (Führungs-)Diskursen, der Semantik von organisationaler Kommunikation, aber auch die Deutung von Wahrnehmen, Beobachten von Personen, von Irritation von Kommunikation in Organisationen und Entscheidungsprozessen von Organisationen sowie deren Legitimation stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Kritisch wird dabei die voreilige Dienstbarkeit der Pädagogik für Führungshandeln und Führungskräfteentwicklungsprogramme im Kontext eines neoliberalen Diskurses in einer auf Verwertung programmierten Gesellschaft beleuchtet. Daraus ergeben sich ungewohnte Perspektiven für eine organisationstheoretisch und organisationspädagogisch geleitete Führungsforschung und mitunter Führungspraxis.

Den Überlegungen der Autoren sind Kommentare und Beiträge von Bernd Dewe, Herbert Euschen und Peter Fuchs illustrierend beigefügt.

Zu den Autoren

Dr. Franz Lorenz, langjähriger Bundesgeschäftsführer der Caritas-Gemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe, Habilitand an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg, Organisationsberater (DGSD), Lehrsupervisor und Trainer für Situationsdynamik (DGSD)

Dr. Martin P. Schwarz, Akademischer Rat für Betriebspädagogik/ Personalentwicklung am Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Koblenz-Landau, Habilitand an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Organisationsberater und Partner einer Beratungsgesellschaft



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