Doktorarbeit: Kommunikation im Sport

Kommunikation im Sport

Konzeption und Evaluation eines Kommunikationstrainings auf Basis der Modelle Schulz von Thuns für den Tanzsport

Schriften zur Sozialpsychologie, Band 25

Hamburg 2011, 362 Seiten
ISBN 978-3-8300-5619-5 (Print/eBook)

Rezension

[...] Auf jeden Fall bringt die Kenntnis dieser “Kommunikation im Sport” eine Verbesserung. Die Paare lernen einander besser zu verstehen und Konflikte zu vermeiden oder leichter zu lösen. Das führt zugleich zu einer Leistungssteigerung. Zudem vermittelt Julia Boie gerade im theoretischen Eingangsteil ihrer Arbeit diese komplexen und komplizierten psychologischen Zusammenhänge in einer sehr klaren und auch für Nicht-Psychologen verständlichen Form. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle Tanztrainer werden, die durchaus einmal solche Erkenntnisse in ihren Stunden behandeln sollten. Natürlich ist “Kommunikation im Sport” ebenso jedem leistungsorientierten Tanzpaar zu empfehlen. Es könnte viel Leid ersparen und dazu beitragen, dass Tanzen wieder mehr Freude bereitet.

Ute Fischbach-Kirchgraber, in:
dance for you! Magazine, März/April 2013

Beziehungsqualität, Evaluationsforschung, Humanistische Psychologie, Introspektion, Kohäsion, Kommunikationspsychologie nach Schulz von Thun, Kommunikationstraining, Konfliktlösung, Konstruktive Konfliktaustragung, Selbstklärung, Sportpsychologie, Systemische Psychologie, Zusammenarbeit

Zum Inhalt

Vorgestellt wird die Konzeption und Evaluation eines theoretisch fundierten Kommunikationstrainings für Tanzsportpaare (KTT), welches Wissens- und Haltungs-Elemente der Humanistischen und Systemischen Psychologie verbindet. Kern ist dabei der Ansatz der Hamburger Kommunikationspsychologie nach Schulz von Thun.

Die vorliegende Forschungsarbeit ist offenbar die bisher einzige konsequente empirische Untersuchung der Wirkung der weit verbreiteten Modelle Schulz von Thuns, wie sie bspw. auch im Rahmen von Weiterbildungen in „personzentrierter“ Kommunikation vermittelt werden. Das KTT verfolgt einen humanistischen Ansatz, bei dem vorrangig nicht die „einzig richtige“ Kommunikation trainiert wird, sondern selbstbestimmte, ergebnisoffene und fehlerfreundliche Selbstklärung gefördert wird.

Die Studie belegt mittels eines Vortest-Nachtest-Followup-Vergleichsgruppen-Designs, dass der konzeptionelle Ansatz beachtliche (signifikante) Wirkungen in den Einstellungen und auch im Interaktionsverhalten des Paarsystems erzeugt.

Bedeutsam an den Ergebnissen ist nicht nur, dass dieser Ansatz in seiner Wirkung mit kognitiv-behavioralen Ansätzen bei Lebenspartnerschaften vergleichbar ist. Besonders interessant ist zudem die Beobachtung, dass hier die 6-Monats-Followup-Daten keinen Abfall aufweisen, sondern die Prä-Followup-Vergleiche in den meisten Fällen höhere Effektgrößen aufweisen als die Prä-Post-Vergleiche. Die trainierten Paare entwickeln sich offenbar in die vom Training angestrebte Richtung weiter.



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