Doktorarbeit: Filmverständnis und Medienkompetenz im Vorschul- und Grundschulalter

Filmverständnis und Medienkompetenz im Vorschul- und Grundschulalter

Schriften zur Entwicklungspsychologie, Band 24

Hamburg 2010, 408 Seiten
ISBN 978-3-8300-5321-7

Augenbewegungen, Filmisches Montageverständnis, Filmverständnis, Kinder und Medien, Medienkompetenz, Medienpsychologie, Montageverständnis, Psychologie, Schnittregeln, Visuell-räumliches Arbeitsgedächtnis

Zum Inhalt

Anhand innovativer, nonverbaler Forschungsmethoden wird untersucht, welche Aspekte von Filmen Kinder bereits im Vorschul- und Grundschulalter verstehen können. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis filmischer Montagetechniken, durch die räumliche und zeitliche Veränderungen im Film umgesetzt werden. Vier Querschnittstudien beleuchten die Verständnisentwicklung solcher Filmschnitte im Verlauf der Vorschul- und Grundschulzeit. Hierbei kommen neben Augenbewegungsmessungen weitere innovative Verfahren zum Einsatz, durch die rezeptionsbegleitende kognitive Verarbeitungsprozesse näher analysiert werden können. Unter Einbezug neuester Forschungserkenntnisse findet zudem eine Einordnung des Filmverständnisses in den Kontext einer aktuell viel diskutierten Medienkompetenz statt. Zudem werden mögliche Einflüsse visuell-räumlicher Arbeitsgedächtnisleistungen auf das Verständnis räumlicher Schnittprinzipien überprüft.

Wie die Befunde verdeutlichen, nimmt das Montageverständnis zwischen fünf und neun Jahren bedeutsam zu. Dabei werden zunächst Schnittprinzipien verstanden, die mit natürlichen Wahrnehmungssituationen vergleichbar sind (z.B. Zooms). Erst mit 6 Jahren liegt eine verständnisbasierte Verarbeitung räumlicher Montagetechniken vor. Von einem Verständnis zeitlich, narrativer Schnittregeln (z.B. Rückblenden) ist hingegen erst später auszugehen. Dabei erleichtern gut entwickelte Fähigkeiten im Bereich der Medienkompetenz und des visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisses den Kindern das Verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Entwicklung des Filmverständnisses von einem Zusammenspiel kognitiver und erfahrungsbezogener Faktoren auszugehen ist.



Sie wollen Ihre Doktorarbeit veröffentlichen?

nach oben