Doktorarbeit: Einblicke in die Lebenswelten griechischer Schülerinnen und Schüler

Einblicke in die Lebenswelten griechischer Schülerinnen und Schüler

Eine empirische Studie zum sozial-emotionalen Erleben und Verhalten an griechischen Schulen in Bayern

Studien zur Kindheits- und Jugendforschung, Band 56

Hamburg 2010, 350 Seiten
ISBN 978-3-8300-5089-6

Auffälligkeiten, Emotionales Erleben, Emotionale Störungen, Emotionales Verhalten, Griechische Kinder, Griechische Schulen, Integration, Integrationspädagogik, Migration, Psychologie, Schulkinder, Schulpädagogik, Sonderpädagogik, Soziales Erleben, Soziales Verhalten, Verhaltensstörungen

Zum Inhalt

Griechische Schulen werden seit ihrer Gründung in den sechziger Jahren von der Mehrzahl der griechischen Schulkinder in Bayern besucht. Die Schulpolitik der griechischen Behörden in Deutschland und in Griechenland orientiert sich dabei vor allem an der Vermittlung und Erhaltung der griechischen Identität. Ethnische und traditionelle Wertvorstellungen griechischer Erziehung und Kultur sollen beibehalten werden. Darüber hinaus ist die griechische Geschichte gekennzeichnet durch eine soziale Struktur verbunden mit Flexibilität, Offenheit, Anpassungsbereitschaft an neue Systeme und Gesellschaftlichkeit.

Seit der Einrichtung der griechischen Schulen in Bayern vor ca. 40 Jahren haben sich zahlreiche gesellschaftliche Veränderungen, wie sie auch von Soziologen beschrieben werden, ergeben. Bisher wurden keine systematischen Untersuchungen über den Einfluss dieser Veränderungen auf den individuellen Lebensweg griechischer Kinder im Kontext Lebensbereich, Familie, Schule und Freundeskreis durchgeführt.

Die Autorin intendiert, Einblicke in die Lebenswelten griechischer Schülerinnen und Schüler unter besonderer Berücksichtigung sozial-emotionalen Erlebens und Verhaltens an privaten griechischen Schulen in Bayern zu geben. Hieraus resultieren zwei wichtige Untersuchungsbereiche: Das Profil der Schülerinnen und Schüler an privaten griechischen Volksschulen in Bayern und ihre Einstellungen zu den untersuchten Schulen zu erheben sowie das sozial-emotionale Erleben und Verhalten griechischer Schülerinnen und Schüler zu untersuchen.

Für die nach Deutschland abgeordnete Lehrerin aus Griechenland, Frau Alexandra Kakoulidou, die an diesen Schulen seit mehreren Jahren unterrichtet, stellt somit die Untersuchung des sozial-emotionalen Erlebens und Verhaltens bei griechischen Schulkindern – auch auf der Basis eigener Erfahrungen – eine besondere Herausforderung dar.

Mit der Entwicklung und Erprobung eines Fragebogens zur Analyse sozial-emotionalen Erlebens und Verhaltens griechischer Schüler an griechischen Schulen in Bayern betritt die Verfasserin quasi Neuland.

Die Fruchtbarkeit dieses Werkes liegt nicht nur in der Logik der Vernetzung von Theorie und Forschung, sondern insbesondere auch in der anwendungsbezogenen Diskussion der Ergebnisse bis hin zu konkreten Vorschlägen für Veränderungen im praktischen Arbeitsfeld.

Ferner ist vor allem die Neukonzeption eines Fragebogens mit dem Ziel einer validen Analyse der Probleme der Schüler an griechischen Schulen vor allem hinsichtlich problematischen Erlebens und Verhaltens von größter Relevanz.

Das Buch gibt wesentliche Impulse für die weitere Forschung auch im Hinblick auf die Situation von Migranten allgemein sowie für die Optimierung der Situation und damit auch der Bildungsmöglichkeiten dieser Personengruppe.



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