Doktorarbeit: Individualisierung der Belastungssteuerung und Trainierbarkeit in der stationären Rehabilitation

Individualisierung der Belastungssteuerung und Trainierbarkeit in der stationären Rehabilitation

Untersuchungen an Patienten mit ischämisch bedingter Herzinsuffizienz

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 91

Hamburg 2010, 268 Seiten
ISBN 978-3-8300-5025-4 (Print/eBook)

Belastungssteuerung, Herzfrequenzvariabilität, Herzinsuffizienz, Kardiologie, Medizin, Pädagogik, Rehabilitationswissenschaft, Sporttherapie, Sportwissenschaft, Stationäre Rehabilitation, Trainierbarkeit, Trainingswissenschaft

Zum Inhalt

Die Herzinsuffizienz wird als eine der wichtigsten kardiologischen Krankheitsbilder dieses Jahrhunderts betrachtet und stellt für den Betroffenen eine belastende, chronische Erkrankung dar. Die Sport- und Bewegungstherapie hat sich im Maßnahmenpool der kardialen Rehabilitation etabliert. Während aber für die medikamentöse Therapie klare und standardisierte Richtlinien bestehen, sind die Empfehlungen der führenden kardiologischen Gesellschaften zur Gestaltung von Trainingsprogrammen bei Herz-Kreislauferkrankungen uneinheitlich. Die Belastungsteuerung ist jedoch der Hauptbestandteil des Trainingsprozesses und ihre Effektivität entscheidet maßgeblich über das wirksame Umsetzen eines Trainingskonzeptes.

Ziel der Studie war es, die Trainierbarkeit und Belastbarkeit von Patienten mit ischämisch bedingter Herzinsuffizienz unter einem individuell angepassten Rehabilitationsprogramm zu prüfen. Das entwickelte Programm basiert auf neusten trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen unter besonderer Berücksichtigung der Herzfrequenzvariabilitätsmessung. Die Konzeption des eigens entwickelten Sportprogramms ist umfassend beschrieben und damit unmittelbar in die Praxis übertragbar. Die Wirksamkeit des Trainingsprogramms wurde mithilfe vieler Variablen (leistungsphysiologische, motorische, psychosoziale & kardiale Parameter) überprüft. Ergebnisse der Untersuchung haben gezeigt, dass ein hochgradig individualisiertes Trainingsprogramm sich gegenüber aktuellen Rehabilitationskonzepten im Bereich der leistungsphysiologischen Parameter als überlegen erweist und bestätigt das trotz bestehender Herzinsuffizienz das Anpassungspotential im Vergleich zu Herzgesunden nicht eingeschränkt ist. Des Weiteren bieten die Ergebnisse viele Ansatzpunkte um die Rehabilitation von Patienten mit ischämisch bedingter Herzinsuffizienz zu verbessern, weit über den sportwissenschaftlichen Ansatzpunkt hinaus.



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