Doktorarbeit: Bewältigung des Übergangs nach der Grundschule

Bewältigung des Übergangs nach der Grundschule

Prävention von Angst und Angststörungen am Ende der Jahrgangsstufe 4

Schriften zur pädagogischen Psychologie, Band 44

Hamburg 2010, 274 Seiten
ISBN 978-3-8300-5003-2

Angst, Bildungserfolg, Empirische Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft, Grundschule, Grundschulübergang, Kinder, Pädagogik, Prävention, Schullaufbahn, Schulpädagogik, Transition

Zum Inhalt

Der Übergang in die weiterführende Schule erweist sich als wichtige Schnittstelle in der Schullaufbahn eines Kindes. Die leistungsbezogene Selektion am Ende der Grundschulzeit kann eine potenziell risikoreiche Wirkung auf die individuelle Entwicklung des Kindes sowie ein erhöhtes Konfliktpotential bergen.

Neben der Entscheidung für eine bestimmte Schulform betreffen die mit dem Übergang verbundenen Veränderungen insbesondere den Leistungs- und Sozialbereich des Schülers. Der Schüler muss sich neuen Strukturen stellen. An der Sekundarschule gelten andere Zeiteinteilungen, der Unterricht stellt durch den Fachunterricht einen anderen Arbeitszusammenhang dar, neue soziale Anforderungen entstehen, Leistungsanforderungen und ihre formalisierte Prüfung nehmen eine entscheidende Rolle ein.

Durch den Übergang können sich Brüche in verschiedenen Bereichen ergeben, deren Bewältigung den Erfolg innerhalb des Bildungssystems determinieren. Die mit dem Übergang verbundenen mannigfaltigen Veränderungen und Brüche erfordern sowohl kognitive, soziale und emotionale als auch motivationale Kompetenzen. Die aktive Bewältigung des Übergangs ist Aufgabe jedes einzelnen Kindes.

Diese Diskontinuität in der Erfahrung darf jedoch nicht nur als Ursprung von Problemen und Schwierigkeiten in der Entwicklung, sondern kann auch als wichtiger Stimulus für die kindliche Entwicklung angesehen werden. Die Einsicht, dass Übergänge in Bildungsverläufen in hohem Maße diskontinuierlich verlaufen und dass das Kontinuitätsparadigma, nach dem Übergänge so gleitend wie möglich gestaltet werden sollen, nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, unterstreicht die Bedeutung einer aktiven Bewältigung im Sinne einer Stärkung der Resilienz gegenüber kritischen Lebensereignissen.

Die Untersuchung greift ein Thema auf, das sich sowohl auf dem Gebiet der schulpädagogischen Forschung als auch im Bereich der pädagogischpsychologischen Forschung als bedeutsam erweist: Im Fokus steht eine empirische Untersuchung der biographisch relevanten Phase des Übergangs von der Grundschule in weiterführende Schulformen im Hinblick auf das Auftreten von Angst und Angststörungen bei Kindern.



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