Dissertation: Messung von Eventrisiken

Messung von Eventrisiken

Modellierung, Parametrisierung, Simulation

QM – Quantitative Methoden in Forschung und Praxis, Band 22

Hamburg 2010, 222 Seiten
ISBN 978-3-8300-4802-2

Bankenaufsicht, Basel II, Betriebswirtschaftslehre, Eventrisiko, Extremwerttheorie, Parameterschätzung, Risikocontrolling, Risikomanagement, Sprung-Diffusions-Modell, Statistik, Stochastik, Value at Risk, Verallgemeinerte Pareto-Verteilung

Zum Inhalt

Seit dem Erscheinen der Baseler Eigenkapitalvorschriften im Jahre 1996 haben sich die Anforderungen an interne Risikomodelle zur Berechnung des regulatorischen Eigenkapitals stetig verändert und weiterentwickelt. Eine wesentliche Neuerung im Bereich interner Marktrisikomodelle ist die im Juli 2009 von der BaFin herausgegebene Forderung, sogenannte Eventrisiken zu modellieren. Hierbei handelt es sich um das Risiko, dass Handelsbuchpositionen abrupt und in einem die üblichen Marktschwankungen stark überschreitenden Ausmaß an Wert verlieren. Finanzinstitute mit internen Modellen zur Kalkulation des regulatorischen Kapitals werden künftig verpflichtet, solche Risiken in internen Modellen abzubilden und zu messen.

Vor diesem Hintergrund setzt sich dieses Buch mit aufsichtsrechtlichen Vorgaben der Risikorechnung in Finanzinstituten sowie deren Umsetzung in mathematische Modelle auseinander. Hierbei ist die Modellbildung von zentraler Bedeutung. Zur Anpassung verschiedener Modellgleichungen an unterschiedliche Risikofaktoren werden konkrete Ausgestaltungsmöglichkeiten vorgestellt, die die relevanten Dokumente der Bankenaufsicht berücksichtigen. Dabei werden insbesondere Methoden aus dem mathematischen Gebiet der Extremwerttheorie angewendet.

Neben der Modellbildung werden jedoch auch Verfahren zur Schätzung der jeweiligen Modellparameter entwickelt. Von besonderer Schwierigkeit ist unter Anderem die Anwendung auf historische, nicht hochfrequente Zeitreihen und die damit verbundene Latenz der Modellparameter. Hierzu werden Lösungswege aufgezeigt, wobei der praktischen Anwendbarkeit besondere Relevanz zuteil wird.

Die theoretisch eingeführten Methoden werden anhand eines Musterportfolios einer empirischen Analyse unterzogen und diskutiert. Im Anschluss daran erfolgt die Kalkulation des Value at Risks und eine kritische Würdigung hinsichtlich seiner Eignung als Risikomaß zur Modellierung von Eventrisiken.



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