Forschungsarbeit: Kapitalistische Weltökonomie

Kapitalistische Weltökonomie

Vierter Band, zweites Buch.
Vom Staatsinterventionismus zum Neoliberalismus. Kritik der ökonomischen Rationalität

KRITIK UND REFLEXION – Interdisziplinäre Beiträge zur kritischen Gesellschaftstheorie, Band 9

Hamburg 2009, 714 Seiten
ISBN 978-3-8300-4774-2 (Print/eBook)

Dialektik der Aufklärung, Entwicklungsländer, Finanzkrise, Friedrich August von Hayek, Gesellschaftstheorie, Global Governance, Globalisierung, Kapitalismus, Kritik der Politischen Ökonomie, Kritische Theorie der Gesellschaft, Monetarismus, Neoliberalismus, Politikwissenschaft, Sozialgeschichte, Sozialphilosophie, Weltwirtschaft, Wettbewerb, Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftskrise, Wissensgesellschaft

Zum Inhalt

Vierter Band, zweites Buch

Die Kritik der ökonomischen Rationalität setzt die Tradition einer ökonomiekritisch begründeten und geschichtsphilosophisch reflektierten Gesellschaftstheorie fort.

Der vierte und letzte Teil der Kritik behandelt die kapitalistische Weltökonomie seit der Weltwirtschaftskrise von 1929/33 und wird in vier Büchern, drei Bänden, publiziert. Buch I gilt der Epoche des staatsinterventionistischen Kapitalismus (1933-75) und analysiert die Struktur der Weltökonomie unter logischen, institutionellen und empirischen Aspekten. Buch II stellt analog die kapitalistische Weltökonomie in der Epoche von Neoliberalismus, Monetarismus und Globalisierung (nach 1975) dar. Buch III gibt eine kritische Beschreibung der bedeutendsten Institutionen der kapitalistischen Weltökonomie: IMF, Weltbank, WTO. Buch IV endlich gilt der Kritik der sozialwissenschaftlichen Debatten über den globalen Neoliberalismus.
Das zweite Buch analysiert die neoliberale kapitalistische Weltökonomie von der Krise von 1975/81 bis zur Krise 2007/09. Das erste Kapitel klärt – nach dem Vorbild der Marxschen Kritik der Politischen Ökonomie ebenso wie der Imperialismus-Theorie Luxemburgs und der Kritischen Theorie der Gesellschaft – die logische Struktur der neoliberalen Weltökonomie, vermittelt durch eine Kritik der neoliberalen Theorie in der bedeutendsten, durch F. A. von Hayek formulierten Version. Das zweite Kapitel erläutert die institutionelle Struktur der neoliberalen Weltwirtschaft: die – gegenüber dem Staatsinterventionismus – veränderten theoretisch-ideologischen Grundlagen von Internationalem Währungsfonds, Weltbank und GATT/Welthandelsorganisation (WTO). Das sehr umfangreiche dritte Kapitel gilt der empirischen Struktur der Weltwirtschaft um 1990/2009: der Durchsetzung des Neoliberalismus in der Ersten, Zweiten und Dritten Welt; den Formen der neoliberalen Weltintegration (De-Regulierung von Kapital-, Waren- und Dienstleistungsverkehr); der politisch-ökonomischen Struktur der Dritten Welt; endlich den Krisen in Form der Transformationskrise in Mittel- und Osteuropa sowie der Krisenphänomene des neoliberalen Imperialismus (von der Hungerkrise und der Schuldenkrise der Entwicklungsländer bis zum Terror- und Anti-Terror-Krieg und zur ökologischen Krise). Am Schluß steht eine Beschreibung und Analyse der Krise des Neoliberalismus in Form der gegenwärtigen Weltfinanz- und Weltwirtschaftskrise.

Zum Autor

Gerhard Stapelfeldt ist Professor am Institut für Soziologie der Universität Hamburg.



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