Doktorarbeit: Stefan Heym – Literat und Dissident auf Lebenszeit

Stefan Heym – Literat und Dissident auf Lebenszeit

Biblische Allegorie und der ewige Schriftsteller

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 105

Hamburg 2009, 256 Seiten
ISBN 978-3-8300-4593-9 (Print/eBook)

"Ahasver", "Ahasverus", "Der König David Bericht", Alfred Bodenheimer, Claus-Michael Ort, Die jüdische Identität, Ferdinand Lassalle, Heinrich Heine, Judentum und Sozialismus, Karl Marx, Literatur der DDR, Literaturwissenschaft, Peter Hutchinson, Reinhard K. Zachau, Satire, Stefan Heym, Thomas Mann, Wandering Jew

Zum Inhalt

Diese Untersuchung befasst sich mit zwei komplizierten Schlüsselfaktoren, die für eine tiefgründige Untersuchung der ambivalenten Position Heyms als interner Kritiker des Sozialismus „in den Farben der DDR“ von grundsätzlicher Bedeutung sind.

Diese Schlüsselfaktoren betreffen zum einen das Ausmaß, mit dem sich Heym auf »religiöse« Themen und »biblische Figuren« konzentriert und mit welchem sich diese wiederum mit der selbstkritischen Präsentation des idealistischen Schriftstellers oder Dissidenten als »Romanheld« in unterschiedlicher Erscheinung überschneiden, und zum anderen den typischen Tenor Heyms, der sich durch alle seine Romane zieht. Genauer gesagt ist es der Einfluss von Satire und Fantasie, der als Markenzeichen der Literatur Heyms anzusehen ist und der dem Leser unstreitig die erforderliche Verschmelzung von Fantasie mit der faktischen Realität bietet.

Die Studie führt über die Darstellung der politischen und menschlichen Entwicklung geradewegs zu den beiden Hauptwerken des Schriftstellers im Hinblick auf die oben genannten Merkmale seiner Literatur, nämlich »Ahasver« und »Der König David Bericht«.

In einer ausführlichen Analyse wird in zwei umfangreichen Kapiteln die innere Auseinandersetzung zwischen dem sozialistischen Heym und dem jüdischen Heym verdeutlicht und damit zugleich die innere Zerrissenheit offenbart, in die ihn diese lebenslange Auseinandersetzung geführt hat.



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