Doktorarbeit: Interkulturelle Beziehungen am Beispiel von Bayern und Griechen unter Otto I. (1833–1843)

Interkulturelle Beziehungen am Beispiel von Bayern und Griechen unter Otto I. (1833–1843)

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 80

Hamburg 2009, 356 Seiten
ISBN 978-3-8300-4477-2 (Print/eBook)

19. Jahrhundert, Bayern, Bewältigungsstrategie, Fascinosum, Griechenland, Integration, Interkulturelle Kommunikation, Kultureller Austausch, Kulturschock, Kulturwissenschaft, Otto I. von Griechenland, Reaktionstypen, Tremendum

Zum Inhalt

Die Wissenschaft der interkulturellen Kommunikation ist eine relativ neue Disziplin, die gegen Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Die von ihr beschriebenen und untersuchten Phänomene, wie unter anderem jenes des Kulturschocks, existieren jedoch bereits seit Beginn der Kulturen.

In dieser Studie wird eine historische Periode unter diesen modernen epistemologischen Ansätzen untersucht und analysiert. Es handelt sich hierbei um die ersten zehn Jahre der Regierungszeit des Bayernprinzen Otto auf dem griechischen Thron (1833–1843). In seiner Gefolgschaft kamen insgesamt über 5.000 Deutsche, meist Bayern, nach Griechenland. Das Zusammenleben von Bayern und Griechen scheint allerdings aus der Retrospektive gescheitert zu sein. Die meisten Analysen und Interpretationen über diese Zeit stützen sich dabei überwiegend auf politische und wirtschaftliche Gegebenheiten, zumeist ohne die kulturellen und zwischenmenschlichen Beziehungen in Betracht zu ziehen. Genau unter diesen Gesichtspunkten durchleuchtet die Autorin diesen Abschnitt der griechischen Geschichte von Neuem, mit besonderem Augenmerk auf den Kulturschock und die Frage, ob dieser mitunter auch zum Scheitern der Begegnung zwischen Bayern und Griechen geführt haben könnte. Dabei bildeten die einzelnen Individuen und ihre schriftlichen Nachlässe in Form von Autobiographien, Memoiren und Reiseberichten den Mittelpunkt der Studie.



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