Doktorarbeit: Regulierungsbehörden für den Wassersektor in Low-Income Countries

Regulierungsbehörden für den Wassersektor in Low-Income Countries

Eine vergleichende Untersuchung der Regulierungsbehörden in Ghana, Sambia, Mosambik und Mali

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 145

Hamburg 2009, 680 Seiten
ISBN 978-3-8300-4473-4

Abwasserentsorgung, Afrika, Entwicklungsländer, Ghana, Low-Income Countries, Mali, Mosambik, Privatisierung, Regulierung, Regulierungsbehörde, Sambia, Volkswirtschaftslehre, Wasserversorgung

Zum Inhalt

Gegenwärtig haben weltweit 1,1 Mrd. Menschen keinen adäquaten Zugang zur Trinkwasserversorgung, und 2,6 Mrd. Menschen haben keinen adäquaten Zugang zu Sanitäreinrichtungen. Diese Menschen leben fast ausschließlich in Entwicklungsländern. Bei der Wasserver- und Abwasserentsorgung in Städten von Entwicklungsländern handelt es sich in gewissem Umfang um leitungsgebundene Versorgungsleistungen. Aus diesem Grund kommt ihrer Regulierung eine große Bedeutung zu. Durch den Aufbau von Regulierungsbehörden soll eine effektive Regulierung ermöglicht werden, das heißt die Regulierungsbehörde setzt im Optimalfall ökonomisch angemessene Tarife und bringt die regulierten Anbieter gleichzeitig dazu, ihre Effizienz und die Qualität ihrer Versorgungsleistungen zu erhöhen. Auf diese Weise trägt die Regulierungsbehörde dazu bei, dass das Ausgangsproblem der ungenügenden Ver- und Entsorgungssituation im Wassersektor verringert wird.

In Low-Income Countries – der Gruppe der ärmsten Entwicklungsländer – ist die Situation bei der Wasserver- und Abwasserentsorgung besonders problematisch. Aus diesem Grund ist es wichtig, gerade für diese Länder zu ermitteln, wie durch den Aufbau von Regulierungsbehörden dazu beigetragen werden kann, dass sich die Leistungserbringung im Wassersektor verbessert. An diesem Punkt setzt diese Studie an.

Es wird im Detail dargestellt, wie die Regulierungsbehörden in Ghana, Sambia, Mosambik und Mali ausgestaltet sind und arbeiten. Strukturen, Funktionen und Prozesse werden bewertet, und darauf aufbauend werden Empfehlungen formuliert für die Ausgestaltung der Regulierung. Es wird anschließend ein Erklärungsrahmen entwickelt, der aufzeigt, wie durch die Arbeit der Regulierungsbehörden in Verbindung mit der Ausgestaltung von Anreiz- und Kontrollstrukturen in regulierten staatlichen Versorgungsunternehmen eine effektive Regulierung erreicht werden kann. Darüber hinaus werden unterschiedliche Grenzen der Arbeit von Regulierungsbehörden im Wassersektor von Low-Income Countries aufgezeigt, insbesondere im Vergleich zu der Arbeit von Regulierungsbehörden in Middle- und High-Income Countries.

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