Forschungsarbeit: Kapitalistische Weltökonomie

Kapitalistische Weltökonomie

Vierter Band, erstes Buch.
Vom Staatsinterventionismus zum Neoliberalismus. Kritik der ökonomischen Rationalität

Bretton-Woods-System, Dialektik der Aufklärung, Dritte Welt, Entwicklungsländer, Erste Welt, Globalisierung, Kapitalismus, Keynesianismus, Kritische Gesellschaftstheorie, Modernisierung, Nationaler Liberalismus, Nationalsozialismus, Neo-Imperialismus, Neoliberalismus, New-Deal-Politik, Politikwissenschaft, Politische Ökonomie, Sozialphilosophie, Staatsinterventionismus, Staatskapitalismus, Weltwirtschaft, Weltwirtschaftskrise, Weltwirtschaftsordnung, Wirtschaftsgeschichte

Zum Inhalt

Vierter Band, erstes Buch

Die Kritik der ökonomischen Rationalität setzt die Tradition einer ökonomiekritisch begründeten und geschichtsphilosophisch reflektierten Gesellschaftstheorie fort.

Der vierte und letzte Teil der Kritik behandelt die kapitalistische Weltökonomie seit der Weltwirtschaftskrise von 1929/33 und wird in vier Büchern, drei Bänden, publiziert. Buch I gilt der Epoche des staatsinterventionistischen Kapitalismus (1933-75) und analysiert die Struktur Weltökonomie unter logischen, institutionellen und empirischen Aspekten. Buch II stellt analog die kapitalistische Weltökonomie in der Epoche von Neoliberalismus, Monetarismus und Globalisierung (nach 1975) dar. Buch III gibt eine kritische Beschreibung der bedeutendsten Institutionen der kapitalistischen Weltökonomie: IMF, Weltbank, WTO. Buch IV endlich gilt der Kritik der sozialwissenschaftlichen Debatten über den globalen Neoliberalismus.

Das erste Buch skizziert einleitend, orientiert an der Dialektik der Aufklärung, die Entstehung und Entwicklung des Kapitalismus als Weltökonomie bis zu den Epochen des Staatsinterventionismus und des Neoliberalismus. Das erste Kapitel gilt dann der logischen Struktur der Weltwirtschaft in der Epoche des geplanten Kapitalismus (1933-75); das Thema wird in Rücksicht auf die beiden herausragenden Formen des Staatsinterventionismus nach 1933 entwickelt – den Fortgang vom nationalen Liberalismus zum Nationalsozialismus in Deutschland einerseits, den Keynesianismus und die New-Deal-Politik der USA andererseits. Das zweite Kapitel erläutert die institutionelle Struktur der Weltwirtschaft zwischen 1944/45 und 1973: das System von Bretton-Woods, das als Internationalisierung der New-Deal-Politik aufzufassen ist. Das dritte Kapitel behandelt die empirische Struktur der Weltwirtschaft um 1965/75; im Mittelpunkt steht das Verhältnis von Erster und Dritter Welt. Das vierte Kapitel stellt den Zusammenbruch des staatsinterventionistischen Kapitalismus während der Weltwirtschaftskrise 1973/79 dar, diskutiert die Kritik des Staatsinterventionismus durch die Dependenztheorie, skizziert das von den Entwicklungsländern innerhalb der UNCTAD ausgearbeitete Projekt einer Neuen Weltwirtschaftsordnung und umreißt endlich den Übergang vom Staatsinterventionismus zum Neoliberalismus um 1975/80 und zur Globalisierung um 1990. Im Anhang wird die Geschichte der Befreiungs- und Volksbewegungen in Lateinamerika 1492-1992 gegen die Integration in die kapitalistische Weltökonomie beschrieben.

Zum Autor

Gerhard Stapelfeldt ist Professor am Institut für Soziologie der Universität Hamburg.



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