Dissertation: Die Rechte des Gläubigers trotz Mitwirkung an einer Pflichtverletzung des Vertragsschuldners im europäischen Vergleich

Die Rechte des Gläubigers trotz Mitwirkung an einer Pflichtverletzung des Vertragsschuldners im europäischen Vergleich

Schriftenreihe zum internationalen Einheitsrecht und zur Rechtsvergleichung, Band 5

Hamburg 2009, 506 Seiten
ISBN 978-3-8300-4226-6

Europäischer Vergleich, Gläubiger, Mitverschulden, Mitwirkung, Pflichtverletzung, Rechte, Rechtsvergleichung, Rechtswissenschaft, Vertragsrecht, Vertragsschuldner

Zum Inhalt

Die Verfasserin leistet einen Beitrag zu der Frage, ob das Privatrecht in Europa vereinheitlicht werden kann. Die Bemühungen einer Vereinheitlichung nehmen in Europa schon konkrete Formen an. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Gedanke einer Harmonisierung des Privatrechts auf europäischer Ebene kontinuierlich verfestigt und konkretisiert.

In der Studie werden die Rechte des Gläubigers bei einer Vertragsverletzung des Schuldners untersucht, an der er selbst mitgewirkt hat. Vertragsverletzungen sind nicht selten eine Folge von Versäumnissen beider Parteien. Fraglich ist, ob und unter welchen Voraussetzungen dann auch beide Parteien die daraus entstandenen Nachteile gemeinsam zu tragen haben. Denn dem Recht kommt die Aufgabe zu, die Nachteile „gerecht“ zu verteilen.

Eingebettet ist das Thema in einen europäischen Kontext. Dabei werden die einzelnen Rechte des Gläubigers, so beispielhaft der Erfüllungsanspruch, das Recht zur Vertragsaufhebung und das Recht auf Schadensersatz im europäischen Vergleich untersucht. Herausgenommen werden das deutsche, das französische, das englische Recht sowie das UN-Kaufrecht und die Grundregeln des Europäischen Vertragsrechts. An die Darstellung der nationalen und einheitsrechtlichen Konzepte schließt sich eine vergleichende Untersuchung auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Kriterien des Ausschluss der Gläubigerrechte an.

Die untersuchten Rechte enthalten teilweise einen gemeinsamen Kern, teilweise ganz unterschiedliche Regelungen auf dem untersuchten Gebiet. Dennoch lassen sich diese Regelungen für eine zukünftige Harmonisierung des Leistungsstörungsrechts verwenden.

Abschließend wird ein Fazit gezogen, dass eine Vereinheitlichung der Regelungen über Rechte des Gläubigers im Falle einer Mitwirkung an der Vertragsverletzung des Schuldners denkbar ist. Eine funktionsfähige Norm für eine Europäisierung des Privatrechts wird vorgestellt. Sie enthält eine allgemeine Regelung für das Thema des Buches.



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