Dissertation: Wahl der geeigneten Verrechnungspreismethode zur Verringerung von Doppelbesteuerungsproblemen

Wahl der geeigneten Verrechnungspreismethode zur Verringerung von Doppelbesteuerungsproblemen

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Forschung und Praxis, Band 48

Hamburg 2009, 544 Seiten
ISBN 978-3-8300-4176-4 (Print/eBook)

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Zum Inhalt

Der Anteil konzerninterner Transaktionen am weltweiten Güter- und Dienstleistungsverkehr wächst kontinuierlich, wodurch die steuerliche Verrechnungspreisbestimmung für grenzüberschreitende Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen verbundenen Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Bestimmung angemessener Verrechnungspreise ist für international agierende Konzerne mit zahlreichen Problemen behaftet, welche sich vorwiegend auf die Auswahl und Anwendung einer geeigneten Verrechnungspreismethode beziehen, denn hierzu finden sich in den verschiedenen Staaten unterschiedliche steuerrechtliche Vorgaben.

Vor diesem Hintergrund befasst sich Christina Kurzewitz mit der Fragestellung, wie der Auswahlprozess einer geeigneten Verrechnungspreismethode systematisch gestaltet werden kann, und inwiefern dabei steuerrechtliche und betriebswirtschaftliche Überlegungen zu verbinden sind. Hierzu entwickelt sie Entscheidungsmodelle, um die Verrechnungspreismethodenwahl zu strukturieren und dabei präzise Maßstäbe für eine steuerlich angemessene Preisbestimmung aufzustellen. Die Entscheidungsmodelle beziehen sich auf die Transaktionen des laufenden Geschäftsbetriebs im Konzern und erfassen die Transaktionstypen „Warenverkehr“, „Dienstleistungstransfer“, „Transfer immaterieller Wirtschaftsgüter“ sowie „elektronischer Geschäftsverkehr“. Die Verfasserin gibt systematisch aufbereitete Prüfkriterien und -abläufe vor, um auf diese Weise eine Verrechnungspreismethodenwahl herbeizuführen, die Doppelbesteuerungsprobleme aufgrund von abweichenden steuerrechtlichen Vorgaben in den beteiligten Staaten bestmöglich verringert. In der Praxis sind die Entscheidungsmodelle im Bereich der Steuerberatung sowie im Bereich der konzerninternen Verrechnungspreisplanung direkt einsetzbar.

Die staatlichen Steuersysteme sind im Gegensatz zur zunehmend internationalen Wirtschaftstätigkeit von Konzernen nach wie vor durch nationale Interessen geprägt und folglich auch im Verrechnungspreisbereich nicht hinreichend aufeinander abgestimmt. Daher legt die Verfasserin einen weiteren Schwerpunkt der Untersuchung darauf, rechtsfortbildende Gestaltungsvorschläge zu entwickeln, die bei internationaler Beachtung und Umsetzung einer künftigen Vermeidung der Doppelbesteuerung im Zusammenhang mit Verrechnungspreisen dienlich sind. Adressaten dieser Vorschläge sind sowohl die Steuergesetzgeber und Finanzverwaltungen in bestimmten, exemplarisch untersuchten Staaten (Deutschland, Niederlande, Frankreich, Großbritannien, USA, Kanada und Japan) als auch der Steuerausschuss der OECD, dem konkrete Anregungen für eine Weiterentwicklung der OECD-Verrechnungspreisrichtlinien gegeben werden.



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