Doktorarbeit: Nachhaltiges Wirtschaften bei kleinen und mittleren Unternehmen

Nachhaltiges Wirtschaften bei kleinen und mittleren Unternehmen

Eine Untersuchung der ökonomischen und sozialen Effekte von ÖKOPROFIT-Unternehmen

Öko-Management – Studien zur ökologischen Betriebsführung, Band 16

Hamburg 2009, 284 Seiten
ISBN 978-3-8300-4167-2 (Print/eBook)

Betriebswirtschaftslehre, Dillman-Methode, KMU, Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit, ÖKOPROFIT, Umweltmanagementansatz

Zum Inhalt

Bereits im Abschlussdokument der im Jahr 1992 in Rio de Janeiro durchgeführten Konferenz für Umwelt und Entwicklung wurde festgehalten, dass auch der Unternehmenssektor einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaften auf der Erde leisten soll. In diesem Zusammenhang spricht man von einer nachhaltigen Wirtschaftsweise, die von den Unternehmen implementiert werden kann. Eine Möglichkeit, um das nachhaltige Wirtschaften in den Unternehmen umzusetzen, stellt der Umweltmanagementansatz ÖKOPROFIT dar, der in Deutschland seit Ende der neunziger Jahre von bereits über 1.000 Unternehmen eingeführt wurde. ÖKOPROFIT wird vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen genutzt, da durch die Federführung und Förderung der öffentlichen Hand nur geringe Kosten entstehen. Gleichzeitig ist auch der personelle Aufwand in den Unternehmen zur Zertifizierung selbst, weitaus geringer als bei Umweltmanagementsystemen.

In dieser empirischen Unteruschung wird dargestellt, inwieweit das nachhaltige Wirtschaften im Rahmen von ÖKOPROFIT bei kleinen und mittleren Unternehmen ökonomische und soziale Effekte aufweist. Dazu ist eine empirische Untersuchung zu den Beschäftigungs-, Image-, Innovations- und Wettbewerbseffekten bei kleinen und mittleren Unternehmen der ÖKOPROFIT-Initiative vorgenommen worden.

Erste Studien zum nachhaltigen Wirtschaften, insbesondere bei großen Unternehmen zeigen, dass es zu Arbeitsplatzgewinnen, verbesserten Marktpositionen und steigenden Umsätzen bzw. Gewinnen bei den Unternehmen kommen kann. Diese Untersuchung konnte auch erstmals bei kleinen und mittleren Unternehmen zeigen, dass ökonomische und soziale Effekte in unterschiedlicher Stärke bei der Beschäftigung mit einer nachhaltigen Wirtschaftsweise ausgelöst werden. KMU steigern ihre Innovationskultur sowie die Zahl der umgesetzten Innovationen in den Betrieben und haben seit der Einführung von ÖKOPROFIT ihre Wettbewerbssituation verbessert. Positive Beschäftigungseffekte sind im Rahmen der Untersuchung dagegen nicht deutlich geworden.

Diese Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass über wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen auch Kommunen bzw. Regionen von einer verstärkten Beschäftigung der Unternehmen mit dem Themenfeld „Nachhaltigkeit“ in der Zukunft profitieren können. Das verbesserte Image der Unternehmen selbst, wird zu einer Imageverbesserung der Kommune führen und gleichzeitig ist denkbar, dass nachhaltig wirtschaftende Unternehmen einen Beitrag zur Stärkung der Kaufkraft und des Steueraufkommens vor Ort leisten können.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben