Doktorarbeit: Exchange Traded Funds in Deutschland und Effekte der europäischen Finanzmarktintegration

Exchange Traded Funds in Deutschland und Effekte der europäischen Finanzmarktintegration

Finanzmanagement, Band 58

Hamburg 2008, 344 Seiten
ISBN 978-3-8300-4127-6 (Print/eBook)

Betriebswirtschaftslehre, ETFs, Europäische Finanzmarktintegration, Exchange Traded Funds, Finanzmanagement, Indexing, Informationsasymmetrien, Investmentfonds, Langfristige Geldanlage, Privatanleger, Tracking Error

Zum Inhalt

Exchange Traded Funds – kurz ETFs – erfreuen sich seit geraumer Zeit einer enormen Popularität. Das einfache Konzept passiver Indexinvestments begeistert immer mehr institutionelle und private Anleger. Die Anzahl der gehandelten Fonds und die Höhe des verwalteten Vermögens haben sich in den letzten Monaten entsprechend vervielfacht.

In dieser Studie werden die theoretischen und konzeptionellen Grundlagen von passiven Anlagestrategien analysiert und damit der Erfolg der ETFs erklärt. Die wichtigsten Argumente für ETFs sind geringe Kosten und eine exakte Nachbildung der zugrundeliegenden Indizes. Diese Argumente werden anhand der Aktien-ETFs im XTF-Segment der Deutschen Börse AG empirisch untersucht. Tatsächlich kann diesen Fonds eine hohe Replizierungsgenauigkeit bescheinigt werden. Kritisch muss jedoch festgehalten werden, dass viele ETFs mittlerweile weit vom ursprünglichen Konzept des Indexing entfernt sind. Im zweiten Teil wird der europäische Markt für Exchange Traded Funds analysiert. Dabei zeigt sich, dass die Finanzmarktintegration in diesem Segment erst zur Hälfte abgeschlossen ist. Allerdings dürften sich die Effekte einer zunehmenden Finanzmarktintegration in Grenzen halten. Insbesondere der Zusammenhang zwischen einem steigenden Fondsvolumen und sinkenden Fondsgebühren kann nicht bestätigt werden.

Andreas Wiesner gibt in seiner theoretischen und empirischen Analyse einen interessanten Überblick über das rasant wachsende Segment der Exchange Traded Funds. Der Autor verdeutlicht dabei die Möglichkeiten, die diese neuen Finanzinstrumente bieten, zeigt aber auch klar deren Grenzen auf.

Link des Autors

Heinrich Heine Universität Düsseldorf
Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre

    

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